Betrachtungen zum Islam anlässlich eines neuen Spielfilms aus Österreich von Irene Eckert

Provokativer Übertritt zum Islam ein Pubertäts-Thema?
Der jüngste österreichische Spielfilm „Womit haben wir das verdient?“greift ein aktuelles Thema von hoher Brisanz auf. Die sechzehnjährige Tochter einer mittelständischen Ultra-Patchwork-Familie ist plötzlich Muslima, verschleiert sich, will nur noch „Halal“ essen, befolgt die absurdesten Vorschriften eines ‚Imams‘ aus dem Internet und wird ihrer Umgebung gegenüber vollkommen intolerant. Obwohl der Film unterhaltsam und humorvoll gemacht ist, lässt er den kritischen Betrachter mit einem zwiespältigen Gefühl zurück. Der sicherlich gut gemeinte Streifen neigt nämlich zur Verharmlosung einer gravierenden gesellschaftlichen Problematik. Die liberale, scheinbar einfühlsame Befassung mit der Thematik bleibt oberflächlich. Die Filmklamotte versäumt, zwischen dem gefährlichen, gewaltbereiten und zum offenen Terror neigenden, fundamentalistischen Islamismus und der Religion von 1,8 Milliarden Muslimen zu unterscheiden1. Unbegriffen bleiben auch die sozialen und politischen Wurzeln des ziemlich globalen, „unschicken“ Rechtsrucks, dessen gemeinsamer Nenner undifferenzierter Haß auf den Islam ausmacht. Islam und islamistischer Terror ist – begreiflicherweise – für sozial verunsicherte, nicht nur für rechts fühlende Menschen ein und dasselbe. Die Gleichsetzung wurde schließlich medial geschickt lanciert. Umgekehrt haben dieselben Medien – im Zuge der „Refugees Welcome“ Kampagne – das nach dem 11. September 2001 zunächst forcierte Feindbild Islam wieder aufgeweicht. Die linksliberale Mittelschicht biedert sich seither begriffslos und unkritisch, vermeintlich weltoffen und verständnisvoll an alle möglichen und unmöglichen Erscheinungsformen und Auswüchse der Weltreligion Islam an. In Wirklichkeit geschieht die ‚Einfühlung‘ auf der Basis einer missverstandenen Toleranz.2Die sozialen Folgen der willkommen geheißenen, überwiegend islamischen Migrationswelle tragen vorerst andere. Das Wesen der zweitgrößten monotheistischen Religion der Erde interessiert aber in Wirklichkeit kaum, bleibt nach wie vor vollkommen unbegriffen.3Der einmal gesäte Haß trägt unterdessen weiter seine Früchte.4
In der folgenden, aufs Politische zielenden Filmkritik heißt es zu „Womit haben wir das verdient“:
Wie in vielen anderen europäischen Ländern hat sich insbesondere auch in Österreich in den vergangenen Jahren ein merklicher politischer Rechtsruck entwickelt. Bei der Nationalratswahl 2017 erreichte die rechtspopulistische FPÖ einen Wählerzuspruch von rund 26 Prozent. Am meisten Unterstützung erhielt die Partei aus der Landeshauptstadt Wien, wo sie mit vier Landräten und mehr als 30 Prozent Wählerzustimmung am stärksten vertreten ist. Ein passender Schauplatz für die Komödie „Womit haben wir das verdient?“ also, wobei sich die Titelfrage allerdings nicht – wie man zunächst vermuten könnte – auf die FPÖ bezieht: Stattdessen geht es um eine Teenagerin, die von heute auf morgen beschließt, zum Islam zu konvertieren. Regisseurin Eva Spreitzhofer  … nimmt sich damit eines explosiven Themas an, das in der jüngeren Vergangenheit vor allem die rechtsorientierten Parteien für sich beansprucht haben. Und tatsächlich gelingt es der auch für das Drehbuch verantwortlichen Spreitzhofer, neue Perspektiven zur festgefahrenen Integrationsdebatte beizusteuern…“ http://www.filmstarts.de/kritiken/264216/kritik.html
Die neuen Perspektiven der Filmemacherin Eva Spreitzhofer erschließen sich aber nicht so recht. Immerhin scheint jedoch in Österreich eine größere Gelassenheit und mehr Diskussionsbereitschaft gegenüber dem Thema politische Rechte und real existierender Islamisierung möglich. Die Reduktion der realen Problematik einer fundamental-islamistischen Unterwanderung unserer westlichen, libertinären Gesellschaften auf ein Pubertäts-Phänomen wird der angeschnittenen großen Thematik aber kaum gerecht. Der Versuch der Filmprodzentin den Islam nicht pauschal zu verurteilen, erscheint genauso so hilflos wie das Bemühen ihrer liberalen Filmmutter Wanda und ihres geschiedenen Ehemannes, die sich beide dem Islambild ihrer sechzehnjährigen Tochter opportunistisch-verständnisvoll anzunähern suchen. In der Tat sind vor allem Orientierung und Halt suchende Jugendliche der Gefahr islamistischer Indoktrination ausgesetzt. Allein gelassene Kinder voll berufstätiger Karrierefrauen, die eigene Lebensansprüche auf Glück geltend machen, sind willkommene Opfer, weil sie nach Aufmerksamkeit schreien. So weit so gut.
Politischer Islamismus keine Meinung, sondern bedrohliche Erscheinung
Der politische Islamismus ist nun aber keine irgend geartete Meinung, auch keine Religion, sondern ein bedrohliches, realpolitisches Phänomen. Der Islamismus von Muhajedin5, Taliban, Al-Nusra, Isis, Boko Haram und weiterer Terrorschattenkrieger im Namen Gottes ist auch keine späte Nachgeburt des klassischen Islam. Das Gewalt und Intoleranz verbreitende Sammelsurium von vermeintlichen Gotteskriegern, von Vergewaltigern und Kopfabschneidern kann sich in keiner Weise auf den für Muslime heiligen Koran berufen. Das krasse Gegenteil ist der Fall. Echte, gläubige Muslime, Kenner der Heiligen Schrift der Muslime und ihrer großen Gelehrten müssen sich beleidigt fühlen durch die missbräuchliche, Gottes lästerliche Verwendung des Namens Islam.6Anders als sein Ruf achtet der Islam beide Geschlechter 7. Er zielt auf Frieden und Gerechtigkeit unter den Menschen.8Universalität und vernunftbasierte Humanisierung haben dem Islam einst rasche und weite Verbreitung gesichert, nicht das Schwert. Sämtliche fanatisch-intoleranten Ableger der großen Weltreligion sind dagegen von einschlägiger Seite, vornehmlich von jenseits des Atlantik über deren Vasallen in der Region hochgezüchtet worden. Der Islam wurde vom Westen, vom christlichen Abendland im Zuge der Kolonisierung erst bekämpft und dann als außenpolitische Waffe instrumentalisiert gegen die ehemalige Sowjetunion, gegen den säkularen arabischen Nationalismus, gegen den einst säkularen palästinensischen Widerstand, gegen jegliche, nationalen Widerstand signalisierende Politik im Nahen und Mittleren Osten.9In Afghanistan wurde mit Hilfe der Mujahedin ein pro-sozialistisches Regime gestürzt und durch „Gotteskrieger“ zu ersetzen versucht, im Irak wurde ein säkulares Regime, das Christen, Juden und Muslime gleichermaßen achtete, militärisch hinweggefegt, um den pseudo-islamischen Terror dorthin zu importieren. In Tunesien, wo der sogenannte „Arabische Frühling“ begann, brachte der Westen10Islamisten an die Macht. In Ägypten wurde Terror gegen die christlichen Kopten inszeniert, wurde versuchsweise ein Regime der Muslimbrüder inthronisiert, in Libyen wurde ein fortschrittliches, volksfreundliches Regime brutal beseitigt, um es durch rivalisierende Islamisten zu ersetzen. In Syrien versuchte man es – allerdings vergeblich – mit dem gleichen ‚bewährten‘ Drehbuch. Das alles geschah nicht zufällig, auch nicht unangekündigt. Es geschah dies Befehl der das Pentagon beherrschenden Kreise.11
Zerstörung von Einfluss und Charakter des Islam durch den Kolonialismus
Es geschah solches aber auch schon mit den Vorherrschaftsstreben und den Ressourcenkriegen der Briten und auch der Franzosen unter Napoleon mit Beginn des 19. Jahrhunderts. In Indien beseitigten die Briten brutal die Moghulherrscher und massakrierten vornehmlich Muslime. Im Kampf um jene muslimisch zivilisierten Teile der Welt12, die große Schätze bergen, ist den christlichen Eroberern von eh und je jedes Mittel recht gewesen. Die Welt des Islam hatte zu dieser Zeit seine einstige Schwungkraft und Modernität verloren, war vor allem waffentechnisch unterlegen und verfügte über keine zentralistisch-straffe hierarchische Ordnung, suchte in der Anpassung an den vermeintlich fortschrittlicheren Westen sein Heil. Mit dem Aufstieg des Britischen Imperialismus und den gescheiterten Versuchen Napoleons, dessen Machtansprüchen Paroli zu bieten, waren Macht und Einfluss des Islam vor allem im Einflussbereiches des Osmanischen Reiches dem raschen Verfall preis gegeben.13Es fanden sich gekaufte Leitfiguren, die unter dem Vorwand einer Befreiungsbewegung zu dienen, in wirklich dem Imperialismus hörig waren. Man denke nur an den legendären „Lawrence of Arab“, den britischen Spion, der die Araber zum Widerstand gegen das Osmanische Reich anstachelte. Das Osmanische Reich machte am Ende unter anderem Platz für koloniale Monster wie Saudi Arabien oder Israel, die siamesischen Zwillinge.
Die Opfer solch verhängnisvoller politischer Einflussnahme, solcher Förderung fundamentalistisch gewaltbereiter Kräfte und schließlich interventionistischer Feldzüge sind zunächst die jeweiligen Bewohner der Region, die zuerst mittels Wirtschaftssanktionen ausgehungert, hingemordet und schließlich massenweise in die Flucht getrieben werden.
Islamismus eine gefährliche Doktrin
Die Förderung von Fanatikern und gewaltbereiten Monstern dient niemandem, am Ende auch nicht jenen, die glauben mögen, mit Hilfe von entwurzelten, extremistischen Islamisten ihre Interessen in der Welt besser geltend machen zu können.
Während die gesamte Bandbreite der liberalen Linken und ihre ebenfalls gewaltbereiten, antifaschistischen Auswüchse allen Ortes Jagd auf ‚Populisten‘ machen, für sie eben Rassisten oder Faschisten, verkennen sie die realen, viele bedrohlicheren Gefahrenherde im Schoße der real existierenden Macht. Umgekehrt werfen die vermeintlich „Alternativen Deutschen“ ihre Scheinwerfer vornehmlich auf das Problem das Problemthema Migration und sehen genauso undifferenziert wie ihr Gegenpart nun im „Islam“ die große Gefahr. Beide Seiten werfen der anderen ideologische Verblendung vor, beide gehen in die Irre. Die wirklichen Gefahrenherde sind nicht Muslime oder ihre vermeintlich verwerfliche Religion. Muslime sind, um es noch einmal hervorzuheben, spätestens seit 2001 die ersten Opfer einer immer rücksichtsloseren, ganze Staaten zertrümmernden, Chaos stiftenden Gewaltpolitik, die zunächst auf ihrem Rücken, in ihrer Heimat und in ihren Zufluchtsgebieten ausgetragen wird. Ihre Migration ist keine freiwillige, sondern eine gezielt forcierte Angelegenheit. Die Masse der Migranten aber sind zufluchtsuchende Menschen und Arbeitskräfte. Billige Ware, sozialer Sprengstoff für die Aufnahmeländer. Die unter sie gemischten, islamistischen Gewalttäter mögen ursprünglich auch Opfer gewesen sein, von den Imperialisten angeheuert, werden sie zu Tätern. Ihr gewollter Terror soll ablenken von der sozialenZündschnur, die sie mitführen, soll überhaupt Ängste schüren und kanalisieren. Solidarität der Billiglöhner untereinander muss im Auge der Profiteure von Ausplünderung und Krieg genauso verhindert werden, wie Bewusstwerdung über die wahren Urheber ihrer miserablen Lage. Falsche Sündenböcke müssen her: Die Migranten und der Islam bieten sich als vorgestanzte Feindbildschablonen an .
Nicht die Migration ist das Problem, sondern die ’neoliberale‘ Kriegspolitik, die sie verursacht.14
Weraber, wie viele Neurechte aller Orte, nur an der Oberfläche nach Erklärungen für sehr reale Missstände sucht, wer für Arbeitslosigkeit, für Niedriglöhne, für Altersarmut und mangelnde Infrastruktur, für Verwahrlosung jeglicher Art, für den Niedergang der Kultur, für den Verlust an Heimat, für das Umsichgreifen terroristischer Gewalt die Zugereisten aus der kriegsversehrten Welt des Islam verantwortlich macht, der greift zu kurz, der kann das Problem nicht lösen.
Diagnostizieren kommt aber vor therapieren.
Es gilt im Interesse einer anderen, einer besseren Politik für alle Bürger zu allererst einmal der Aufrüstungs- und Kriegspolitik in den Arm zu fallen. Die imperialistischen Bestrebungen zur Ausplünderung fremder Herren Länder müssen bekämpft werden. Jene, die danach gieren, sich die ganze Erde zum Zwecke der Ausbeutung untertan zu machen, müssen angeprangert und dingfest gemacht werden. Sie haben Namen und Adressen.
Recht und Völkerrecht muss wieder Geltung verschafft werden. Dazu gehört allerdings auch der Schutz von Grenzen und der Respekt vor den sozialen Errungenschaften, die sich Generationen hart erkämpfen mussten. Dazu gehört strafrechtliches, konsequentes Durchgreifen. Dazu gehört Aufdeckung von und der Kampf gegen grassierende Korruption. Vor allem aber gilt es sich endlich der neoliberalen Ausplünderungspolitik, der vermeintlich alternativlosen, bürgerfeindlichen Sparpolitik zu widersetzen. Wo ein politischer Wille ist, das ist auch ein Weg. Unsere Steuergelder müssen re-investiert werden und dürfen nicht für kriegslüsterne Aufrüstungsprogramme verschleudert werden.
Nicht der Islam ist das Problem, sondern jene, die ihn zu menschenfeindlichen Zwecken instrumentalisieren
Die Muslime haben die Kriege gegen ihre Länder nicht provoziert. Sie wurden auf der Grundlage von Lügenmärchen geführt. Neben den von ihnen geschaffenen kulturellen und ihren natürlichen Reichtümern wurde ihnen auch noch ihre Weltanschauung bis zur Unkenntlichkeit massakriert und zur Waffe gegen sie geschmiedet.
Die Araber in Palästina, die ja als Islamisten diffamiert werden, haben das Problem, das die Juden aus ihrer angestammten Heimat trieb, nicht geschaffen, aber auf ihrem Rücken soll es im Interesse imperialer Vorherrschaftsbestrebungen wieder gut gemacht werden und das seit 70 Jahren. Obwohl in ihrer Mehrheit Muslime, waren die Palästinenser einst eine weltoffene, dem Fortschritt zugeneigte, säkularisierte Nation. Ihnen wurde die „radikal-islamische Hamas“, ein Ableger der Muslim-Bruderschaft mehr oder weniger aufs Auge gedrückt15, aber auch ihre christlichen Brüder und Schwestern leiden seit 1948 nicht weniger unter der zionistischen Gewaltherrschaft. Arabische Clans, die im Hier und Heute unsere Gesellschaft verunsichern, sind die Spätgeburt imperialistischer Vertreibungspolitik.
Die Afghanen haben den Terror nicht erfunden, auch nicht den Export von Heroin, er wurde ihnen aufgezwungen, genauso wie der quasi permanent gegen sie geführte Krieg. Alle drei Übel sind dem großen, schönen, einst kultureichen Land vom Imperialismus oktroyiert worden. Die gesamte Aufteilung des Nahen Ostens ist ein Ergebnis willkürlicher imperialer Kriegspolitik, mit der jede eigenständige Regung der Völker der Region unterdrückt wird, eingeläutet vom Britischen und französischen Imperialismus im frühen 19. Jahrhundert.
Der Irak war vor 2003 ein säkulares, multireligiöses Land, ein Christ bekleidete das Amt des Außenministers, bevor dort die US-amerikanischen „Befreier“ und ihre „Koalition der Willigen“ das Sektierertum und Chaos der Islamisten einführten.
Libyen war ein reiches, ein fortschrittliches Land, bevor sein Staatschef Gaddafi hingemordet, seine gesamte Infrastruktur zerstört, der Islamismus infiltriert wurde.
In Syrien versuchte man ähnliches, im Yemen desgleichen. Die Geschichte des Sudan, Somalias und Malis sprechen Bände. Einst tolerante, vom Islam geprägte Kulturnationen wurden mehr oder weniger zertrümmert, die Menschen entwurzelt und in die Flucht getrieben.
Nicht der Islam ist das Problem, sondern jene, die nicht damit aufhören können, seine Welten und seine Ideen zu pervertieren und zu zerstören. Wenn wir den islamistischen Terror ernstlich bekämpfen wollen, denn er ist ein übles Krebsgeschwür, dann müssen wir gegen jene angehen, die ihn erzeugen. Damit können wir auch dem Rechtsruck Paroli bieten.
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1Mit über 1,8 MilliardenMitgliedern ist der Islam nach dem Christentummit ca. 2,2 Milliarden Mitglieder heute die Weltreligion mit der zweitgrößten Mitgliederzahl. Wikipedia
2Die Problematik der Anbiederung an eine bedrohliche, unbegriffene (jetzt islamistisch geprägte) Faschisierung wurde sehr gut vom Schweizer Dramatiker Max Frisch in seinem Theaterstück „Biedermann und die Brandstifter dargeboten. Mit der Verharmlosung des Islamismus heute und der Recht und Gesetz missachtenden Willkommenskultur lässt man zu, dass Brandstifter ins Land kommen, die man hätschelt und tätschelt, solange bis sie das Haus in die Luft jagen. Der Islamismus ist eine vom militärisch-industriellen-Kriegskomplex gesponserte Variante des Faschismus. Unterdessen bekämpfen Gutmenschen aller Couleur den angeblich neuen Faschismus in Form der Neuen Rechten, die sich in Wirklichkeit ebenso begriffslos wehrt gegen die Islamisierung und nicht versteht, was ihr das widerfährt.
3Thilo Sarrazins schon in der 2. Auflage erschienenes Machwerk „Feindliche Übernahme – Wie der Islam den Fortschritt der Gesellschaft bedroht“, München 2018 füllt da auf bedrohliche Weise eine Wissenslücke. Er bedient sich vor allem islamfeindlicher Literatur und repetiert klassische Klischees vom Juden hassenden Moslem: Antizionismus setzt er mit Antisemitismus gleicht. Die Europäer haben den Sklavenhandel der Muslime beendet und mit ähnlichen menschenfreundlichen Maßnahmen den muslimischen Süden beglückt.
4Auf solche Weise muss unverstanden bleiben, womit wir islamistischen Terror und Rechtsruck verdient haben. Wir haben damit als Gutmenschen, als gute Eltern, als gute Bürger nichts zu tun.Wir wollten wie immer nur das Beste.
5Als Mudschahedin bezeichneten sich die verschiedenen Guerilla-Gruppierungen, die von 1979 bis 1989 in Afghanistan gegen die sowjetischen Truppen und die von ihnen gestützte kommunistische Regierung (Sowjetische Intervention in Afghanistan) kämpften. Sie erhielten finanzielle und materielle Unterstützung vor allem von den Vereinigten StaatenPakistan und Saudi-Arabien. Die Waffenlieferungen und die Ausbildung vieler Kämpfer wurden vor allem vom US-amerikanischen Geheimdienst CIA und dem pakistanischen Geheimdienst ISI organisiert. Die CIA investierte, in Zusammenarbeit mit dem Maktab al-Chadamāt, im Rahmen der verdeckten Operation Operation Cyclone mehrere Milliarden US-Dollar in die islamistischen Aufständischen. Nach dem Abzug der sowjetischen Truppen 1989 kam es zum Bürgerkrieg zwischen den verschiedenen Mudschahedin-Gruppierungen. Wikipedia
6Natürlich ist auch solche Provokation beabsichtigt, soll Haß und Zwietracht schüren
7Vonmehrerenist natürlich nicht die Rede. Frauen werden hochgeachtet.
8  „Frieden im Islam“ Bethlehem, 2007, Original Arabisch, in deutscher Übersetzung vom Aphorisma Verlag in Berlin vertrieben. für 18.- Euro. ISBN  978-3-86575-009-9, Das Buch wurde gesponsert vom Deutschen Entwicklungsdienst. Das Nachwort schrieb die Grazer Islamwissenschaflerin und Arabistin Professor Ulrike Bechmann unter dem Titel „Friede – ein Name Gottes“.
Siehe etwa auch die tunesische Autorin Jelila Behi „Sans Contrainte – l’Islam en Feminin“ Tunis 2003, auch das bemerkenswerte Buch von einem einem Moslem und einem Christen verfasst: Prof. Mohamed Talbi u. Docteur Maurice Bucaille „Reflexions sur le Coran“, Paris 1989
Vor der verhängnisvollen Feindbildwende 1989, nach dem Zusammenbruch des sozialistischen Staatengefüges erschienen auch bei uns noch wissenschaftlich um Objektivität bemühte Bücher wie „Reform und Revolution in der islamischen Welt““ hrsg. von Friedemann Büttner, München 1971, List Verlag, wo es etwa heißt: „Laut Grundprinzip islamischer Ordnung hat die Regierung die Interessen und das Wohl der Menschen ohne Ansehen der Rasse und Nation zu fördern.“laut Mohammed Abduh S. 88 und weiter verweist dieser nach vorne schauende ägyptische Gelehrte im 19. Jahrhundert auf Vernünftigkeit und Sinnhaftigkeit der Vorschriften und Institutionen im Islam. Einmütigkeit und Toleranzseien wesentliche Kriterien islamischer Sozialordnung. Der Islam mache es zur Pflicht, die Menschen durch die Kraft des Vorbilds zum Guten zu bewegen, befehle Eintracht im Handeln und unterstelle Mitglieder anderer Gemeinschaften dem besonderen Schutz der Muslime und beseitige jegliche Rassenschranken.“ ebd. S. 76 und weiter „…so befreit der Islam die Vernunft von allen Fesseln, besonders von denen der sklavischen Nachahmung. Durch den Islam erhielt der Mensch …Unabhängigkeit des Willens und Unabhängigkeit des Denkens und Urteilens. Durch diese beiden wurde seine Menschlichkeit vervollkommnet. Es gibt in der islamischen Offenbarung nichts, was im Widerspruch zur Vernunft steht … wie etwa die Trinitätslehre im Christentum“ ebd. S.77. Abduh geht so weit, dass er den europäischen Fortschritt und die grundlegenden Prinzipien der modernen Zivilisation auf den Islam zurückführt. In diesem Sinne wirkte auch sein Kollege Al Afghani. Siehe dazu „From The Ruins of The Empire –The Revolt Against The West and The Remaking of Asia“ von Pankaj Mishra, London 2012
9Siehe dazu etwa Jochen Hippler Der Islam, der Westen und die politische Gewalt in: Jochen Hippler /Andrea Lueg „Feindbild Islam oder der Dialog der Kulturen“ Hamburg 2002, Konkret Verlag S.161. Die Muslim-Bruderschaft wurde gesponsert gegen Nasser, die Hamas, gefördert auch von Israel einer ihrer Ableger gegen die säkulare PLO, Erdogans AKP gegen fortschrittliche Kräfte in der Türkei usw.
10Der Terminus ‚Westen‘ ist ein geopolitischer Begriff. Er ist analytisch ungenau. Zu sprechen wäre korrekter Weise vom Imperialismus, von den neuerdings als „Tiefer Staat“ charakterisierten Kreisen in den USA und seinen NATO-‚Partner‘-Ländern, sowie anderen Vasallen. Die Abtreibung des Imperialismus-Begriffs hat verheerende Folgen, weil er das Bewusstsein widerstandsbereiter Schichten lähmt, weil er den Feind aus der Ortung nimmt.
11Alles vorgezeichnet im Project for A New American Century (PNAC)
12Das gleiche Vorgehen legte man natürlich auch gegenüber anderen Teilen der Welt an den Tag, immer unter dem Vorwand es gehe darum, Barbaren zu zivilisieren!
13Siehe dazu „From The Ruins of The Empire –The Revolt Against The West and The Remaking of Asia“ Pankaj Mishra, London 2012 . Istanbul war vor der reformerischen Anbiederung an den Westen eine multireligiöse Stadt, in der mehr Christen als Muslime lebten. Im übrigen gibt es auch in der modernen Türkei wunderschöne christliche Kirchen siehehttps://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_römisch-katholischen_Kirchen_in_der_Türkei.Das Christentum verbreitete sich vor fast 2000 Jahren im Gebiet der heutigen Türkei. In den letzten 900 Jahren hat sich das zuvor fast ausschließlich von Christen besiedelte Gebiet nach Jahrhunderten des Zusammenlebens beider Religionen zu einem fast ausschließlich von Muslimen bewohnten Gebiet gewandelt. Das zum UNESCO-Weltkulturerbe zählende Kloster Mor Gabriel, eines der ältesten christlichen Klöster der Welt, ist Schutzburg und Wallfahrtsort für die syrische Minderheit der Türkei. Das Kloster wurde im Jahr 397 gegründet.
14Ganz wichtig zum Thema von Hannes Hofbauer „Kritik der Migration – Wer profitiert und wer verliert“, Wien 2018 (Pro Media Verlag)
15Das zionistische Israel war daran maßgeblich beteiligt, um die PLO zu schwächen.