Frieden-mit-Russland-Die-Linke-Fulda

Im Namen Christi sei Frieden mit dem großen Nachbarn Russland

Der nahende Winter meint es vorläufig freundlich mit uns. Die trockene Kälte erleichtert die Weihnachtseinkäufe. Die nähere Welt scheint in Frieden zu ruhen. Bescheidene Bedürfnisse einfacher Leute im Lande sind abgedeckt. Und dennoch: Trotz überfüllter Regale und jahreszeitlichem Gedudel ahnen die Menschen auch in unserem hochpotenten Industrieland die globalen und immer näher rückenden Bedrohungen. Die Sorge um den Friedenserhalt, um eine Politik der echten Bürgernähe, um Gerechtigkeit und Wahrhaftigkeit ist auch 2018 Jahre nach der Geburt des „Heilands“ gegenwärtiger denn je.

So sehr uns die allseits beschworene Bedrohung des Klimas nach diesem trockenen Sommer und Herbst noch bewusster geworden ist, so wissen wir doch auch, dass den Menschen das sprichwörtliche Hemd näher ist als der Rock. Wir wissen auch, dass nach einem Zusammenprall mit Russland und China es all diese Besorgnis nicht mehr eben würde.

Russlands besonnene Diplomatie hat es angesichts der bis dicht an seine Grenzen vorgerückten NATO-Aggressoren überdeutlich gemacht, auf einen direkten Angriff werden sie mit ihrem atomaren Arsenal antworten. 

Unsere Aufgabe als besonnene Deutsche, unsere Bezugnahme auf die Friedens- und Gerechtigkeitsbotschaft Jesu Christi an die Herrschenden dieser Tage, muss also lauten: Stoppt die Russlandphobie! Beendet endlich die kriegerische Hetze und die gewalthaltigen Provokationen gegen dieses große Land. Besinnen wir uns, wir haben im letzten Jahrhundert die Russen zweimal angegriffen und nicht umgekehrt. Das leider weithin ausgebliebene Gedenken an die verlorene Schlacht von Stalingrad vor 75 Jahren gebietet es uns geradezu, den Russen die Hand zum Friedensdialog zu reichen.

Wir müssen im Interesse des Friedens ebenso wie im wirtschaftlichen  Interesse unserer Nation nach politischen Kräften Ausschau halten, die sich nicht in den Fängen transatlantischer Netzwerke verhaspelt haben. Politiker sind gefragt, die nicht mehr immer aberwitzigeren Weisungen aus Washington Folge leisten. Wir brauchen unabhängige, selbstbewusste Menschen, die eine dem deutschen Volke dienende Politik zu machen bereit sind. Verständigung mit Russland tut Not! Der Hetze gegen den russischen Präsidenten Putin ist ebenso entgegenzuwirken wie der Hetze gegenüber dem US-amerikanischen Präsidenten Trump. Während erster allerdings selbstbewusst die Geschicke seine Volkes lenkt, dessen Vertrauen er genießt, wird der US-Präsident vom „Tiefen Staat“ gelenkt. Er wird von seiner eigenen Umgebung daran gehindert, die Interessen des amerikanischen Volkes zu verfolgen und versöhnlichere Töne gegenüber Russland anzuschlagen.

Für einen Neubeginn deutscher Verständigungs-Politik gilt es unabdingbar zweierlei zu durchschauen. Sowohl die Auschwitz- als auch die Stasi-Keule gehören auf den Müllhaufen deutscher Geschichte. Sie dienen am Ende beide dem gleichen transatlantischen Zweck. Sie sollen deutsche Bürger, deutsche Politiker, ja das ganz Volk davon abhalten, souverän und selbst bewusst seine nationalen Interessen zu verfolgen.

Die auch von neu-rechten oppositionellen Kräften stets geschwungene Stasi-Keule dient darüber hinaus dazu, den Sozialismus und am Ende die ganze Gerechtigkeitsidee in Verruf zu bringen. Sie ist der verlängerte Arm der Stalin-Keule! 

Der Name Stalin aber, soviel sollte im Stalingrad-Jahr1wenigstens abschließend ins Gedächtnis gerufen werden, steht für die Zertrümmerung des Faschismus, für das Ende deutscher Großmachtfantasien.2

Für den Neubeginn einer wahrhaft christlich-sozialen Politik, für die Neuentwicklung einer den arbeitenden Menschen im Lande dienlichen „Linken“, einer Politik für jede Branche, für Kopf- und Handarbeiter, für das nationale mittelständische Gewerbe, für eine solche Politik ist es fast 30 Jahre nach dem tragisch zu nennenden Niedergang des Sozialismus überfällig, diese Keule endlich zu entsorgen. 

Das gleiche gilt auch für die Faschismuskeule, mit deren Hilfe eine gebeutelte, nutzlos gewordene Pseudo-Linke auf eine konkurrierende Opposition von Rechts eindrischt. Sie tut dies ironischer Weise im Chore mit genau jenen Rechtskräften am Staatsruder, die das Land in eine falsche, eine verhängnisvolle Richtung lenken. In dem sie deren Sichtweisen adaptiert, kann sie diese wirklich volksfeindlichen, pro-imperialistischen Kräfte nicht mehr bekämpfen und wird folglich untergehen. Linke und rechte Prügelknabenpolitik dient ausschließlich transatlantischen, imperialen Interessen, deren Ziehkind sie ist.

Die einstige Siegernation definierte, wie wir unsere Geschichte zu lesen haben, sie definiert überhaupt unsere nationalen Belange. Sie half uns auf die Beine, solange es ihren Interessen dienlich schien. Nun ändern sich diese, also ist sie bereit, uns zu zertreten, wie sie stes bereit ist, andere souveräne Nationen gewaltsam zu zerschmettern. Das noch Imperium der USA ist  bereit, von ihm geschaffene multinationale Institutionen genauso wie  internationale Verträge zu entsorgen, die ihm Fesseln anlegen. Ein solches Vorgehen seitens „Gottes eigener Nation“3erscheint  nicht sehr christlich, aber das Christentum wurde stets für staatlich imperiale Interessen instrumentalisiert, seit es unter dem römischen Kaiser Konstantin zur Staatsreligion4erhoben wurde.

Die frühen Christen aber wurden, ähnlich wie Jahrhunderte später die frühen Sozialdemokraten des 19. Jahrhunderts, durch offene, brutale Verfolgung immer stärker. Da die Unterdrückungs-Methode nicht half, hat man deren Ideen adaptiert und verfälscht, ihre Vertreter durch Verlockungen der Macht-Teilhalbe korrumpiert.

Gerechte Ideen sind aber nicht auszurotten, menschlicher Fortschritt ist auf lange Sicht nicht aufhaltbar. Davon zeugt der Wiederaufstieg des volkreichen China unter kommunistischer Führung genauso wie die Standhaftigkeit des kleinen Kuba und der immer wieder erwachende Kampfgeist der Völker Lateinamerikas, sowie der Widerstandswille andernorts wie etwa gegenwärtig in Frankreich. Wenn die Unterdrückung unerträglich wird, besinnen sich die Völker auf ihre revolutionären Traditionen und fortschrittlichen Ideen. Davon zeugt auch die Stabilisierung Russlands seit 1999 unter Putins weiser, staatsmännischer Führung.. Davon zeugen menschheitliche, dem Weltfrieden dienende Entwicklungen wie die Integration Eurasiens und das chinesische Projekt der Neuen Seidenstraße.

Vom Fortbestand wertvoller Ideen zeugt auch die Weihnachtsbotschaft, deren wahren Sinn es allerdings unter dem Müllberg unnützer Geschenke wiederzuentdecken gilt.

Frohe Weihnacht, Friede auf Erden und ein mit Aufklärung gesegnetes Jahr 2099 wünscht Irene Eckert

Fussnoten:

1Am 4. Februar 1943 begann im Deutschen Reich eine 4 tägige Staatstrauer, alle Kinos und Theater blieben geschlossen,der Rundfunk intonierte ‘ernste’ Musik, selbigen Tages vermeldet die Prawda den Ausgang der Schlacht von Stalingrad und den Untergang einer 330 000 Mann starken deutschen Armee. Jochen Hellbeck S. 523

2Stalins Politik war die konsequente Fortsetzung der Politik Lenins. Wer über diese großen Staatsmänner und Humanisten etwas Objektives, etwas Realitätsgerechtes erfahren will, der tut gut daran, ihre Schriften im Original zu studieren. Hilfreich sind auch Zeugnisse von Zeitgenossen, die  bis 1956 erschienen sind. Danach nimmt die weltweit orchestrierte, propagandistische Verleumdung solche Ausmaße an, dass äußerstes Misstrauen angebracht ist. Die PR-Masche zur Verteufelung alles dessen, was den Hauch von echtem Sozialismus aufweist, fand 1956 mit dem XX. Parteitag der KPdSU ihren Höhepunkt, wo Chruschtschow, der Ukrainer seine bösartigen Unterstellungen und Projektionen gegen Stalin vortrug. Seine erstmals in den USA von der New York Times veröffentlichte Rede war den Parteitagsdelegierten ebenso untergeschoben worden, wie derselbe Mann illegal die Krim an die Ukraine “verschenkt” hat.

Der Trotzkist (!), also Stalin- und Sowjetgegner Isaac Deutscher war der letzte, der dem großen sowjetischen Staatsmann trotz aller Verleumdungen und Negativurteile, die auch er über ihn vorbringt, noch annähernd Gerechtigkeit widerfahren ließ, das war 1947. Henri Barbusse, der große französische Schriftsteller und Friedenskämpfer schrieb 1937 eine Stalin-Biografie, die ein ganz anderes, nämlich sehr positives Bild des Mannes zeichnet. Der Belgier Ludo Martens liefert in seinem Buch „Stalin anders betrachtet“ („Un autre regard sur Staline“ 1994) ebenfalls Hinweise auf einen anderen Menschen. Auch der italienische Historiker und Philosoph Domenico Losurdo begann 2008 mit seiner „Storia e critice de una leggenda nera“, das Negativimage aufzubrechen. Auch beim Russlandhistoriker Jochen Hellbeck, der in den USA forscht und lehrt (Rutgers Universität), findet man in den „Stalingrad-Protokollen sowjetische Augenzeugen berichten aus der Schlacht“ (2012) wertvolle Hinweise auf ein anders Stalinbild. Frappierend ist das Studium der von Stalin hinterlassenen schriftlichen Zeugnisse selber. Der Mann war ein Humanist, das krassest denkbare Gegenstück zu einem Herrn Hitler

3„God’s own nation“ so lautet die Selbstdefiniton der US-Amerikaner, „we are the indispensable nation. We stand tall and we see further“ (1990) Madeleine Korbel Albright (born Marie Jana Korbelová on May 151937) is an American politician. She served as United States Ambassador to the United Nations (1993–1997) and as the U.S. Secretary of State(1997–2001)

4Im Jahr 380 erklärte Theodosius I. in einem Edikt, welches die Gesamtbevölkerung des Römischen Reiches ansprach, das nicaenische Christentum (d.h. das christliche Glaubensbekenntnis, wie es beim Konzil von Nicaea im Jahr 325 festgelegt worden war) zurStaatsreligion. Ab 324 regierte er als Alleinherrscher. Konstantins Aufstieg zur Macht vollzog sich im Rahmen der Auflösung der römischen Tetrarchie („Viererherrschaft“), die Kaiser Diokletian errichtet hatte.