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Zur Rolle von Religion und Ideologie angesichts des Terrors des US-Imperiums von Irene Eckert

Seit Ende September   setzen  die Amerikaner auch im Norden Syriens  Bomben ein, angeblich um den „Islamischen Staat”s- Terror der ISIL oder IS dort zu bekämpfen und die Kurden in Rojavaye vor dessen furchterregenden Übergriffen zu schützen. Ihre vorgeblichen Anti-Terror-Maßnahmen müssten als Umsetzung der einmütigen UN-Sicherheitsrats-Resolution vom 24. September S/RES/2178 (2014) begrüßt werden, wenn sie a) in Absprache mit dem syrischen Staat erfolgt wären und b) die Menschen gerade jetzt im hart umkämpften, strategisch äußerst bedeutsamen Kanton AYN AL ARAB (Kobane) zu schützen vermöchten. Keines von beidem ist aber offenkundig der Fall. Vielmehr setzt der NATO-Verbündete Türkei  seine seit langem sattsam bekannte Förderung der IS-Banden fort. Dem von der UNO eingeforderten Antiterrorkampf will Erdogan sich nur anschließen, wenn das Ziel in absolut völkerrechtswidriger Manier die Beseitigung des syrischen Staatschefs Assad heisst. Ein autonomes, rätedemokratisch verwaltetes Kurdenterritorium an seiner Grenze ist offenkundig nicht nach seinem oder seiner Verbündeten Geschmack. Die US-Angriffe auf syrisches Hoheitsgebiet  sind ohne UN-Mandat ebenso als ebenso völkerrechtswidrig einzustufen und zu verurteilen wie das Verhalten des NATO Mitgliedes Türkei. Die US-Bomben zielen auf die Infrastruktur der souveränen arabischen Nation und auf die Einkunftsquellen der Autonomieregion. Es ist zu befürchten, dass sie nach dem anti-libyschem Drehbuch den Weg für das Phantomgebilde „Islamischer Staat“ (IS) eher frei bomben als ihn versperren sollen. Das vorgebliche Ziel der Zerstörung des einen islamistischen Terrorhaufens, dient demnach nur als kaum noch wirksamer Nebelwerfer. Ablenken soll das angekündigte Vorgehen gegen den IS-Terror davon, dass mit Bahsar al Assad wieder einmal und noch immer ein unliebsames Regime und sein zu Hause populärer Staatschef beseitigt werden soll.

Anti-Terrorkampf nur auf Basis der UN-Sicherheitsresolution Erfolg versprechend

Der Anti-Terrorkampf muss mittels der in der UN-Sicherheitsresolution vorgegebenen Möglichkeiten und Methoden erfolgen. Die Zusammenarbeit mit den Staaten und Ethnien, die über jahrelange Erfahrung im Widerstand gegen den islamo-faschistischen Bandenterror verfügen, ist ein Schlüsselfaktor. Wer ihn nicht beachtet, ist nicht glaubwürdig und begibt sich der wichtigsten Möglichkeiten.Das Lügenmärchen, nach dem unsere „besten Freunde“ sich auf diese Weise einer tödliche Bedrohung gegen ihr Mutterland erwehren müssen, erweist sich als fadenscheinig. Die Rechtsansprüche, auf die sie sich berufen, sind unglaubwürdig und halten der Prüfung nicht stand, solange der Iran, Russland, Syrien und seine Kurden der Antiterrorkoalition ferngehalten und bekämpft werden. Solange das in der UN-Charta verbriefte Völkerrecht missachtet oder für imperialistische Ziele verbogen wird, solange bleibt der Anti-Terrorkampf eine zynische Farce.

Fragwürdige Verbündete behindern erfolgreiche Anti-Terrorstrategie

Während einmütig alle Nationen der UN-Entschließung S/RES/2178 (2014) ihre Zustimmung erteilt haben und damit dem Terror Schach zu bieten gelobten, haben sich nur vierzig “tapfere” Raubgesellen der fragwürdigsten Sorte der Obama-Regierung in ihrem neuerlichen Anti-Terror- Kreuzzug angeschlossen, alles abhängige Vasallen. Unter diesen Komplicen sind die reaktionären Golfmonarchien. Nicht nur ihre Frauen verbergen diese Völker-und Menschenrecht missachtenden Regime hinterm Schleier, auch die Freiheiten ihrer übrigen Bürger werden beschnitten. Die Opern-Scheichs regieren mit harter Hand, von Demokratie keine Spur. Darüber hinaus finanzieren und exportieren sie seit Jahrzehnten den islamo-faschistischen Terror mit ihren Petro-Dollars. Solcher Art sind die „Verbündeten“ der abendländischen Führungsnation, einer Nation, die es nach all den von ihr geführten Kriegen noch wagt, mit Konzepten wie Freiheit, Demokratie und Menschenrechtsschutz für immer weitere Kriege zu werben.

Diese vorgeblichen Freiheits-und Menschenrechtsfanatiker haben die Scheichtümer am Golf dazu angestiftet, ihre Gefängnisse und Zuchthäuser zu öffnen. Die Familien der entlassenen Schwerverbrecher werden sogar gar noch entschädigt dafür, dass ihre Sprößlinge seit 2011 das Mordhandwerk nach Syrien trugen und dafür, dass sie gewaltbereite und gewissenlose  Spießgesellen weltweit im Tötungshandwerk schulen. Die Scheichs und ihre Hintermänner handeln gemäß einer mittelalterlich anmutende Leitideologie, dem Wahabismus,  einer kolonialen Abart des Islam. Ein fratzenhaft verzerrter Islam findet so seine gotteslästerliche Anwendung in Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

Indienstnahme von Religion und Pervertierung ihres Gerechtigkeitsideals zeitigt katastrophale Folgen

Ein derart gemeingefährliches Vorgehen, wie es die ISIS und ihre Brüder an den Tag legen, ist auch aus atheistischer Sicht mit dem Attribut „gotteslästerlich“ zu charakterisieren, weil es jeglicher Moral oder Ethik Hohn spricht und weil es höchste Autoritäten in den Schmutz tritt, die von Milliarden Menschen für heilig erachten werden. Solches Tun, das in überheblicher Manier davon ausgeht, niemandem mehr Rechenschaft schuldig zu sein, hat schwerwiegende Folgen für die ganze Menschheit. Es ist ebenso frevelhaft und brutal wie dasjenige der Kreuzzügler im Mittelalter zur ‘Befreiung des Grabmals Christi’ in Jerusalem oder jenes der darauf folgenden ‘Heiden’-Bekehrung im Zeichen Christi in der ‘Neuen Welt’.

Die heutigen Islamo-Faschisten und ihre Einflüsterer kennen genau wie jene Pseudo-Christen der mittelalterlichen Kreuzzugs-Ära keinerlei Respekt vor fremder Kultur und Tradition. Sie kennen nur das Dogma der harten Münze, für die sie morden und brandschatzen. Die aufgeblasenen Berichte über die angeblich sprudelnden Geldquellen des IS aus geraubten syrischen Ölraffinerien sollen den Staatscharakter des Banditen-Gebildes untermauern helfen, den Bombeneinsatz gegen sie rechtfertigen und vor allem von den wahren Finanziers der Meisterschüler des Mordhandwerks ablenken.

Mietlinge der Mordgesellen sind all jene zu nennen, die dem Imperium in seinem menschenverachtenden Unrechttun beistehen und ihm gar noch ideologisch den Steigbügel halten. Nicht Bomben werden gebraucht, um diesen Brandschatzern das Handwerk zu legen, sondern Argumente. Vor allem aber muss man ihnen den Geldhahn zudrehen, ihren Waffenzufluss unterbinden, ihr reibungsloses Grenzgängertum verunmöglichen und damit aufhören, das eigentliche Ziel,  den Sturz des  mit großer Mehrheit wiedergewählten syrischen Präsidenten Bashar al Assads nämlich, zu rechtfertigen oder gar zu unterstützen. Solches Unterfangen als völkerrechtswidrig zu brandmarken, ist schon deshalb geboten, weil selbst kleine “linke” Organe wie die Tageszeitung “Junge Welt”, immer wieder dem Irrtum aufsitzen, eine solche Forderung sei legitim, sie bedürfe nur der richtigen Leute und Mittel dafür.

Es ist also an der Zeit, dass die Schöpfer der Horrorgestalten vom Zuschnitt IS an den Pranger gestellt werden. Aber auch jene sind zu kritisieren, die in Verurteilung des kriegerischen Terrors inkonsequent sind.

Die Völker sehnen sich nach klarer Orientierung, die dazu führen wird, dass Kreaturen vom Zuschnitt der IS das finstere Handwerk gelegt wird. Die für deren Verbrechen verantwortlichen Politiker aber müssen nach Den Haag beordert werden und dort über ihre den Massenmord fördernden Tätigkeiten Rechenschaft ablegen. Es ist überfällig solches zu fordern, denn deren heuchlerisches Getue um Menschenrecht, Demokratie und „Schutzverantwortung“ hat sich in den Augen der Weltöffentlichkeit erschöpft.

Menschenrecht und Demokratie gegen dessen Usurpatoren verteidigen

Das Ursprungsland der Demokratie und der Menschenrechte, die Vereinigten Staaten von Amerika, stehen heute nackt und bluttriefend da vor aller Welt. Sicht- und erkennbar sind nun die Untaten der einst so neu erscheinenden US-amerikanischen Welt. Das darf nicht länger folgenlos bleiben. Die Menschheit erwartet durchaus, dass Verbrechen gesühnt werden, ungeachtet dessen, wer sie begeht. Niemand kann gegenüber dem Völkerrecht einen Ausnahmezustand oder Sonderrechte geltend machen und stattdessen mit dem Finger auf andere zeigen.

Friedenskräfte, die ernst genommen werden wollen von ihren Mitmenschen, müssen das frevelhafte Tun des US-Imperialismus ins Visier nehmen und ihn deutlich anprangern. Sie müssen vor allem fordern, dass Schluss mit der Unterstützung seiner Kriege und dessen Finanzierung des weltweiten Terror gemacht wird, der wiederum als Rechtfertigung für neue Kriege herhalten muss. Ein neuer, rechtsstaatlicher Wind muss angefacht werden, der zu Sturm wird und der die Kriegstreiber am Ende hinwegbläst.

Die Förderer der Monster-Golems gehören an den Pranger

Auch die „Verbündeten“ NATO-Brüder, ihre Waffenzuträger und Wahrheitsverdreher müssen wegen der abgrundtiefen Rechtswidrigkeit ihres Tuns angeklagt und verurteilt werden. Schließlich waren sie es, die Pate gestanden haben bei der Gründung und Förderung solcher Frankensteins vom Schlage Mujahedin, Taliban, UCK, Al Nusra, Boko Haram und vieler, vieler anderer Teufelskinder ähnlichen Zuschnitts. Nicht nur das. Sie begleiten das unheilvolle Werden und Wirken ihrer Golems weiterhin aktiv und mit Wohlwollen. Erfolgt doch deren Mission auch in ihrem menschenfeindlichen Sinne und Interesse und lautet: Aufräumen mit jeder Form von Widerstand und mit jeglicher Gerechtigkeitsphilosophie!

So unwahrscheinlich es für manch heutigen Menschen klingen mag, der menschenfreundliche Islam war nach dem vorläufigen Ende des Sozialismus das letzte zu erbringende Opfer auf dem Altar des Imperiums. Nach dem schmählich dahin Gemordeten blieb die Weltanschauung der Muslime die letzte noch auf fast allen Kontinenten lebendige Gerechtigkeitslehre.

Den islamo-faschistischen Monsterbabies von obiger Prägung dagegen ist es zu verdanken, dass der einst heilige Name des Islam (Shalom/Frieden) nicht nur in den Schmutz gezogen, sondern nachhaltig ruiniert wurde. Man erinnere sich an die Symbolhaltigkeit der überheblichen, frevelhaften Gesten. Im US-KZ Guantanamo wurden nach dem selbstinszenierten 11. September öffentlichkeitswirksam Koran-Exemplare in Abtritte geworfen! Wer immer heute Islam hört, denkt an Mord und Totschlag, denkt an Terror und Krieg. Ähnliches war der monströsen NATO-Liaison, ihren Ideologen und Sinn-Verdrehern in jahrzehntelanger Wühlarbeit mit dem Sozialismus gelungen. Seine besten und in aller Welt beliebten Führungspersönlichkeiten waren nachhaltig verunglimpft und entsorgt worden. Das Antlitz der Menschenhoffnung wurde auf diese Weise vollkommen ins Fratzenhafte entstellt.

Verteidigen wir die Religion gegen die Religion

Dem alttestamentarischen Judentum war es ähnlich ergangen. Es ist schon lange bis zur Unkenntlichkeit verzerrt. Und doch hatten seine in der Gerechtigkeit wurzelnden Ideale einst maßgeblich zur Geburt einer sozialistischen Ideenwelt beigetragen. Auch deswegen mussten dessen humanistische Ideale geschliffen werden. Die Nazi-Ideologen, Geschöpfe der selben noch immer nach Weltherrschaft gierenden Eltern, wussten wohl, warum sie beide Lehren in einem Atemzug verteufelten. Der Schlachtruf vom „jüdischen Bolschewismus“ war gleichzeitig Auftakt zu völkermörderischem Handeln. Er zielte aber nicht nur auf Menschen, sondern, noch folgenreicher, auf gleich zwei bedeutsame Gerechtigkeitslehren.

Die meisten übrig gebliebenen Juden gingen fataler Weise bei den Zionisten, den Erben der Nazis, in die Lehre und trugen so das Böse weiter in die Welt hinaus. Aber nicht nur unter den Juden, auch unter den Sozialisten war ein derartiger Geist der Zersetzung schließlich erfolgreich eingesetzt worden..

Das Christentum, ebenfalls im Kern eine Gerechtigkeitslehre, wie ursprünglich alle Welt-Religonen, Pate sozialer und humaner Menschheitsvisionen, war ja längst perveriert und diskreditiert, nachdem seine Kirchenfürsten Frieden mit jedweder Macht geschlossen hatten.

Selbst der friedfertige Buddhismus war seit den 50iger Jahren des vorigen Jahrhunderts vereinnahmt, ja geradezu in Geiselhaft genommen worden in der Person des Dalai Lama. Im braunen Gewande etwa des vietnamesischen Mönches Thich Nhat Hanh treibt der für fremde Zwecke instrumentalisierte Sinn des Buddha im französischen Plum Village sein Unwesen.

Alle kritischen, nach Gerechtigkeit und Wahrhaftigkeit, ja nach purer Menschlichkeit strebenden Lehren wurden also usurpiert, damit sie dem Imperium nicht zur Gefahr werden könnten. Dafür musste alle käufliche Weisheit der Welt herhalten, um alle Philosophie  und alle Theologie  in ihr  obszönes Gegenteil zu verkehren. Man erinnere sich etwa an die “Satanischen Verse” des  sprachgewaltigen indischen Autors Salman Rushdie.

Am schlimmsten  traf die Sinn-Verkehrung jüngst die Muslime. Vor ihnen waren es die leidgeprüften Juden und die Völker des fortschrittlichen Russlands gewesen, dann die Koreaner, die Vietnamesen und Kambodschaner, meist Anhänger eines noch überwiegend friedlichen Buddhismus. Ihr Widerstand brach am Ende ein und sie erlagen in Massen dem Ungeist des US-Imperiums. Dessen Dienste standen wie stets bereit, um seine eigenen Monsterbabies schließlich mit den Insignien fremder Religionen oder der daraus resultierenden Ideologien auszustaffieren und so die Menschheit auf perfideste Weise zu täuschen .

Zentriert in der arabischen Welt, wenn auch über den ganzen Erdball verteilt, sah das Imperium seit 1989, nach erfolgreicher Zerstrümmerung der sozialistischen Weltgemeinschaft, im Islam die letzte Bastion, die geschliffen werden musste.

Zwar haben fast alle Segnungen unserer modernen Zivilisation im Orient ihren Ursprung, wo zuletzt der Islam starke Wurzeln geschlagen hatte, aber ‘was tut’s der Muslim wird verbrannt’ und zwar gerade deswegen!

Aus der Sicht jener Kräfte, die nach Weltherrschaft streben und alle Ressourcen der Erde als ihnen gehörig betrachten, inklusive der dort hausenden Seelen, bildet die eigentliche muslimische Umma einen erheblichen Störfaktor. Nicht nur wegen ihrem tief empfundenen Gerechtigkeitssinn, wegen ihrer Offenherzigkeit und Freundlichkeit. Überall wo Muslime siedeln, befinden sich die edlesten Rohstoffe des Industriezeitalters: Öl, Gas, Uran und nicht zu vergessen Wasser.

Schon früh im 19. Jahrhundert hatten die Briten die muselmanische ‘Gefahr’ für sich erkannt. Auf der arabischen Halbinsel schufen sie daher die Mikro-Staatengebilde der Golfmonarchien. Mit Hilfe einer ultra-reaktionären, sinnentstellenden Abart des Islam, der Pseudo-Lehre vom Wahabismus, entstand so, künstlich auf den Plan gerufen, eine langsam wirkende Gegenkraft, die die relative Einheit der islamischen Welt sprengen sollte.

Israels Rolle als Pfahl im Fleische der arabischen Welt durchschauen

Mit der Gründung des Staates Israel, einer europäisch-abendländischen Bastion im Fleische der arabisch-stämmigen Siedlergemeinschaft Palästinas, wurde ein weiterer Spaltpilz gezeugt. Zwar musste die britische Weltmacht nach 1945 den Stab an ihre US-Nachfolger abgeben, aber der Grundstein war gelegt durch Theodor Herzl, die Balfour-Erklärung und den Völkermord an den europäischen Juden. Das entsetzliche Verbrechen Nazi-Deutschlands, dem die westliche Wertegemeinschaft jahrelang tatenlos zugesehen hatte, kam dem Globalherrschaftsanspruch des US-Imperiums und seiner Vasallen schließlich in mehrfacher Hinsicht zu paß.

Die Auswanderung nach Palästina wurde nämlich durch den NS-Völkermord massgeblich begünstigt, ja erst in belangvollem Umfang erwirkt. Mit der Staatsgründung schuf man 1948 ein monströses Staatsgebilde, das auf Unrecht gründend, täglich neues Unrecht gebar. Allerdings war den Überlebenden der Vernichtungslager ewige Strafheit zugebilligt. Wer auch immer es wagen sollte, fürderhin dennoch seine Stimme kritisch geltend zu machen, wurde mit dem Stigma „Antisemit“ gebrandmarkt.

Der Mini-Staat in Nahost von der Größe der Schweiz, mit dem Status der ewigen Opferrolle ausgezeichnet, erfüllt für das Imperium viele Missionen gleichzeitig: Pfahl im Fleische der arabischen Welt, bester Abnehmer der modernsten Rüstungs’güter’, allzeit bereit, diese an seinen Nachbarn zu erproben. Hinzukommen: Die Entwicklung modernster Sicherheitstechnologie, Hüterschaft des Öls und der Gasvorkommen vor der Küste GAZAs, Zuchtstelle für fromme Fundamentalisten, Zeuge für erfolgte Wiedergutmachung und damit ewiger Entschuldung und vor allem zuverlässiger Verbündeter im kriegerischen und subversiven Vorgehen gegen unliebsame, weil unbotmäßige Regime wie Iran und Syrien.

Allerdings verdeutlicht das Beispiel des „Judenstaates“ Israel, eines Hortes des Terrors und der Kriegspolitik, auch die Fragilität eines auf Gewaltherrschaft basierenden Kunstprodukts. Nicht nur ist Israels Glaubwürdigkeit vor der Welt mit dem Bombenterror gegenüber GAZA vom Sommer 2014 endgültig erschöpft. Die inneren Widersprüche werden die Nation am Ende zerbrechen. Die laut Eigenbezeichnung „einzige Demokratie im Nahen Osten“ ist nicht nur genau so dünkelhaft und überheblich wie ihre ‘Leadnation’, die selbsternannte Führungsmacht USA. Ihre “Kreatur” Israel ist genauso repressiv nach innen und kriegerisch nach außen wie ihre Schöpfer es ihnen gebieten. Demokratie gilt im hebräischen Staat, genau wie in den USA, nicht für alle Bürger. Es gibt hier wie dort Landeskinder, die die Polizei straflos abschießen darf.

Die fortgesetzte und mörderische Unterdrückung der Palästinenser, denen man Hab und Gut weg nahm, um sie am Ende als Täuflinge des Terrors dastehen zu lassen, wendet sich langsam aber stetig gegen die Staatslenker. Ebenso wie seine große Stütze, die NATO- Bruderschaft, steht das Land bloß und bluttriefend vor der Weltgemeinschaft. Das Mitleid, das sie lange  Zeit genoß, ist für immer verspielt. Die fundamentalistisch-zionistisch-jüdische Ideologie, Hauptsäule des Staates Israel, verweist zurück ins Mittelalter und zeigt große Ähnlichkeit mit den ansonsten manchmal verhaßten Brüdern in den Golfmonarchien, mit denen man sich neuerdings bestens versteht. Die Orthodoxen im Herzen Jerusalems unterdrücken ihre Frauen genauso wie die Wahabiten dies tun. Sie fordern häusliche Beschränkung, Arbeitsamkeit, Gebärfreudigkeit und Verhüllung weiblicher Attribute. Die Perücke ersetzt das Kopftuch und wollene Strümpfe und Röcke bis übers Knie den Schleier. Während es deren Männern freisteht, müßig oder den Tag über in die “Schul” zu gehen und die Thora zu studieren, obliegen sämtliche anfallenden Arbeiten den Frauen. Orthodoxe Männer und Frauen genießen allerdings gegenüber den übrigen Bürgern Privilegien, so etwa die Freistellung vom Wehrdienst. Die überwältigende Mehrheit der jungen Israelinnen hält sich  begreiflicherweise so wenig an solche Kleidervorschriften wie die Töchter der Scheichs in Saudi Arabien dies tun. Zur Bestrafung könnte man fast sagen, müssen sie ihre jugendliche Unschuld auf dem Altar der Armee opfern. Das schafft böses Blut innerhalb der Nation.

Der Wohnungsnot im Lande Israel und anderer sozialen Probleme versucht man durch fortwährenden Siedlungsbau auf geraubtem Gebiet beizukommen, was wiederum neue Sicherheitsmaßnahmen auf den Plan ruft. Die Jugend wird vom Armeedienst traumatisiert und verhetzt. Aber die widerständigen Stimmen mehren sich mit Zunahme der Zumutungen, die auch vor jüdisch-israelischen Bürgern nicht Halt machen. Die Kriegspolitik nach außen, schafft soziale Probleme nach innen. Vor allem aber wird die Substanz des Judenstaates durch die Unglaubwürdigkeit und Brüchigkeit seiner Ideologie angegriffen. Diese Ideologie ruht auf Selbstlob und Selbstüberhebung. Der Singularitätscharakter des Staats Israel wird von seinen Machthabern in ganz ähnlicher Weise beschworen, wie es der Friedensnobelpreistragende Präsident der Vereinigten Staaten nicht müde wird von seinem Land hervorzukehren. Der Sicherheitswahn wirkt im Inneren  beider Staaten verhängnisvoll und zehrt  im Übrigen das Volkseinkommen auf.

Es gibt Wege aus der Gefahr, wir müssen sie nur sehen und gehen

  • Erkennen wir also die Brüchigkeit und Schwäche jener Nationen, die mit überheblicher Arroganz die Weltgemeinschaft mit Krieg bedrohen und damit von ihren wachsenden inneren Widersprüchen ablenken wollen.
  • Schauen wir auf die Hohlheit ihrer Ansprüche und nutzen wir die Widersprüche zwischen ihren Worten und Taten einerseits und ihrem realen ökonomischen Niedergang und dem dem völligen Bankrott ihrer Ideologie.
  • Vertreten wir demgegenüber die Sache von Recht und Gerechtigkeit.
  • Stützen wir uns auf Geist und Buchstaben des in der UN-Charta und den nachfolgenden Konventionen verbrieften Völkerrechts.
  • Stellen wir uns auf die Seite der Ethik, den basalen Kern aller Weltreligionen.
  • Fordern wir die Verurteilung des völkerrechtswidrigen Vorgehens der USA und ihrer gedungenen Verbündeten und verweisen wir auf den Widerspruch zwischen ihren Worten und Taten!
  • Fordern wir die sinngemäße Einhaltung aller UN-Resolutionen.
  • Erinnern wir große und kleine Nationen an ihre Pflicht zur Wahrung des Völkerrechts.
  • Fordern wir von der Türkei ihre Unterstützung der IS-Terror-Islamisten einzustellen und stattdessen, den Kurden in Kobane/ Ayn al Arab Beistand zu leisten. Sollte auch dies unterbleiben, sind wir genötigt zu fordern:
  • Erdogan, Netanjahu und Obama nach den Haag wegen der aktiven Unterstützung von Terror und fortgesetzter Missachtung des Völkerrechts!
  • Fordern wir von unserer Regierung den Rückzug der Patriot-Raketen samt Begleitpersonal und Ausrüstung sowie den Verzicht auf weitere bewaffnete Einmischung in fremde Händel!

http://pwlasowa.blogspot.de/2014/10/kampfe-gegen-den-is-um-ain-al-arab.html

Geschrieben am 11. Oktober 2014