tektonik

Irene Eckert

Die  geopolitischen Vorgänge in der weiten  Welt sind entsetzlicher Natur. Übertroffen werden sie noch von der propagandistischen Verzerrung der Realitäten via “fake news”, sprich MSM (Main Stream Media).

Dank  Immanuel Kant, Friedrich Schiller und seinen Klassikerkollegen, sowie  vielen anderen  klugen Geistern aus vielen Jahrhunderten und Kulturkreisen und aus der Zeit des Widerstands gegen den NS-Faschismus bis hin zu Ernst Bloch konnten wir lernen,  die  Faktoren “Ethik”,  “Hoffnung” und “Willensstärke” als vordringlich-handlungsleitende Maxime heranzuziehen. In der Bibel  wird metaphorisch bereits auf  den Glauben verwiesen, der es vermag Berge zu versetzen. Orientieren wir uns also an den globalen Fundamenten der Ethik,  festgeschrieben im Friedensgebot der völkerrechtlich bindenden UN Charta.

Wir leben jetzt  in einer Zeit außerordentlicher historischer Umbrüche. Tektonische Verschiebungen der Kräfteverhältnisse im geopolitischen Raum spielen sich derzeit im Turbotempo ab. Die Opferbilanz vor allem in der südlichen Erdhalbkugel ist schier unfasslich. Mehr und mehr ist auch der globale Norden betroffen von den scharfen Kämpfen um Macht und Einflusszonen.

Positiv, sehr positiv ist aber der steigende Einfluss von Russland, China, dem Iran und  deren Verbündeten (siehe etwa Shanghai Kooperation, BRICS, EEU) Diese Länder sind die wichtigsten  Garanten für den Erhalt des Weltfriedens, sofern  man diesen noch erhalten kann. Im Grunde geht es jetzt vorrangig um Schadensbegrenzung und um  die Verhinderung eines thermonuklearen  Krieges.

Russland mit seinen unermesslichen Rohstoffreserven ist dem gierigen militärisch-industriellen-finanzkapitalistischen Komplex der  krisengeschüttelten westlichen Industrieländer nichts anderes als eine unbedingt zu holende Beute, deren Abwehrpotential sie  aber wieder einmal sträflich unterschätzen. Genauso herablassend haben sie lange Zeit auch auf das volkreiche China und die  Widerstandsfähigkeit  der  alten Kulturnation geschaut. Das Reich der Mitte wird aber in ganz naher Zukunft die wichtigste Industrie- und Wirtschaftsmacht der Erde sein und soll daher als Konkurrent ausgeschaltet werden. Ein  ganz großer Krieg gegen diese beiden, so hoffen und wünschen gewisse NATO – Apologeten, würde ihre  Rüstungskassen erst so richtig füllen. Hillary Clinton sollte und wollte daher  möglichst sofort direkt gegen Russland zu Felde ziehen.

Das amerikanische Volk hat dem vorerst einen Riegel vorgeschoben. Das ist der  wahre Grund  für die Hetze gegen den vermeintlichen Ignoranten und Rassisten Trump*.

Ungeachtet aller hilflos aggressiven Bestrebungen, erstarken aber mit  jedem Tag die Gegenkräfte. Russlands besonnene Führung lässt sich  weder durch “Russia-Gate”, noch durch Terrorakte, noch durch bösartigste Propaganda provozieren, ist aber auf jede Eventualität vorbereitet. Gleiches gilt für China, das demnächst  den US-Präsidenten Trump empfangen wird. China ist eine ganz junge, dynamische Nation, die auf ein gegenseitig vorteilhaftes Gewinnzusammenspiel setzt und auf seine, aus uralter Weisheit und schmerzlicher Erfahrung gespeiste, Tradition. Ähnliches gilt für Russland und den Iran, obwohl diese Länder doch auch wieder grundverschiedene kulturelle Traditionen aufweisen. Diese Staaten sind aus gutem Grund selbstbewusst, handeln in kluger Abwehrbereitschaft  und mit diplomatischer Brillianz.  Der Wille zur Bewahrung ihrer nationalen Souveränität und kulturellen Eigenständigkeit, die ihnen völkerrechtlich die UN-Charta garantiert,  ist ihre gemeinsam Basis. Sie respektieren diesen völkerverbindenden Rahmen im Unterschied zum Westen immer und überall. Die Haupthoffnung für unsere Zukunft ruht deswegen auf diesen Ländern und auf den nationalen Befreiungsbewegungen Lateinamerikas, Afrikas und Asiens.

Leider gehen vom Westen derzeit keine überzeugenden Impulse aus, obwohl es bei uns durchaus gute und aufrichtige Menschen gibt wie etwa Danielle Ganser (Schweiz), Matthias Platzeck, Ken Jebsen, Gerhard Wischnewski, Willi Wimmers, um nur einige profilierte und engagierte Menschen aus unterschiedlichen Lagern zu nennen.

Nicht zu unterschätzen ist – fast schizophrener Weise –  als konstruktive, bewahrende Kraft auch die allseits verpönte Neue Rechte, an deren Spitze  in Europa Marine Le Pen steht und in den USA Präsident Donald Trump. Diese Rechtskräfte sind eher als “Realisten” richtig gekennzeichnet, denn als “Populisten” oder gar “Faschisten”. Sie suchen vor allem  nationale Interessen zu vertreten entgegen einer Politik  der globalen Einmischung. Sie suchen insbesondere auch den Ausgleich mit Russland –  von  überlebenswichtiger Bedeutung. Populisten sind  dagegen Volksbetrüger, die nur vorgeben den Belangen ihrer Nation dienen zu wollen, im Grunde aber eine ganz andere, eigene Agenda verfolgen.

Die derzeitigen Frontalangriffe gegen die Demokratie in der westlichen Hemisphäre, die dem Volk (“a bunch of deplorables”) die Urteilsfähigkeit abzusprechen suchen, gründen auf der Furcht vor der  eben doch vorhandenen höheren Urteilskraft des einfachen Volkes. Der Demos weiß  besser als bezahlte Eliten, was ihm nützt. Darauf sollten wir bauen.  Irene Eckert 5.4. 2017

*Siehe auch

wwhttp://www.voltairenet.org/article195863.htmlw.voltairenet.org/article195863.html

https://www.rt.com/shows/crosstalk/383541-russian-phantoms-obama-administration/