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70 Jahre Hiroshima sind genug!

‘Am 6. August 1945 fiel “Little Boy” auf Hiroshima, drei Tage später folgte “FatMan” ‘ schreibt die österreichische Presse und fährt fort:

„Little Boy“ nannten die Amerikaner die erste über Menschen gezündete Atombombe. 70.000 bis 90.000 Menschen waren sofort tot. Später stieg die Zahl durch Verstrahlung und Folgen der Verletzungen auf wohl 140.000. Bis heute gibt es Krebstote als Folge damaliger Verstrahlung.
weiter siehe :http://diepresse.com/home/zeitgeschichte/4793878/Hiroshima_Frieden-entsteht-nicht-durch-Hass

Uns stockt auch heute wieder der Atem in Anbetracht der US-amerikanischen Kriegs-Verbrechen, die nie als solche bezeichnet werden dürfen. Das Imperium beschäftigt symbolisch gesprochen ein Millionenheer von Mitarbeitern, von hochkarätigen Experten, die daran arbeiten, ihre Untaten zu kaschieren und schön zu reden. Die verniedlichend “Little Boy” genannte Atombombe tötete über 100 000 Menschen. Eine pulsierende Stadt in Asien wurde ausradiert. Das Nuklearzeitalter wurde mit all seinen entsetzlichen Begleiterscheinungen und Drohmethoden eingeläutet. Die Tinte unter dem Potsdamer Abkommen war noch nicht trocken. Zwei Tage später und noch vor dem 2. Atombombeneinsatz gegen Nagasaki unterzeichneten die Siegermächte die Eröffnungsurkunde für das Nürnberger Kriegsverbrechertribunal. Als zu ahndendes Kriegsverbrechen sollte fortan u. a. gelten: Die willkürliche Zerstörung ganzer Städte und Dörfer.
Die Politik der doppelten Standards nahm ihren Lauf. Die Hauptsiegermacht, die ziemlich unbeschadet zwei Weltkriege nicht nur überlebte, sondern mächtig gestärkt aus ihnen hervorging, drapierte sich mehr als ein halbes Jahrhundert lang erfolgreich als Hort der Demokratie und der Menschenrechte. Es sollte ihr im Laufe von Jahrzehnten schließlich sogar gelingen, ihren wichtigsten Kontrahenten, das sozialistische Sowjetreich zu zerstören und seine wichtigsten Protagonisten entweder zu töten oder doch nachhaltig zu diskreditieren. Ihm hatten von Anbeginn die nicht den Kriegsausgangs entscheidenden Atombombenabwürfe gegolten.
Bluttriefend steht heute das Imperium da vor den kritischen Augen der Weltöffentlichkeit.
Nur mühsam noch gelingt es ihm jetzt seine Niedertracht zu bemänteln.
Da mögen sie 40 000 NATO-Soldaten wieder einmal an den Grenzen des reichen Russlands aufmarschieren lassen und ihre gesamte Tötungsmaschinerie aufbieten. Die kriegsgeprüfte Nation und ihre Verbündeten lassen sich durch solche Drohgebärden nicht einschüchtern. Sie wissen um Krieg und Faschismus. Sie haben sein Wesen und das seiner Urheber verstanden. Sie treffen umsichtig Vorsorge. Sie halten zusammen gegen den schlimmsten Feind, den die Menschheit kennt. Ihrem besonnenen Handeln gilt nun einmal die Sympathie der Völker. An Russland und seinen Verbündeten wird es nicht liegen, wenn der Planet atomar verstrahlt und unbewohnbar gemacht werden sollte. Sie kennen die Verantwortlichen und sie tragen durch kluge Diplomatie dazu bei, das Schlimmste zu verhindern.
Es ist an der Zeit, dass auch wir uns wieder gegen die Übergriffe des zum Faschismus treibenden Spät-Imperialismus zusammen schließen. Liebe MitbürgerInnen, liebe LeserInnen, diese Vokabeln sind keine leeren Schablonen, keine Worthülsen. Sie haben einen wissenschaftlich-analytischen Inhalt. Sie zielen auf das Wesen des Profitmechanismus, der all den Terror schließlich gebiert und der uns am Ende mit verschlingen wird, wenn wir ihm nicht gemeinsam auf vielen Ebenen Einhalt gebieten. Dem Profitsystem müssen staatlicherseits Zügel angelegt werden, das ist unabdingbar.
Der gesamte Dienstleistungs- und Banken-Sektor muss dem Profitmechanismus entzogen werden, denn dieser wirkt für die gesamte Gesellschaft ruinös, auch für seine Betreiber am Ende. Ab einer gewissen Profitmarge gibt es dennoch kein Verbrechen vor dem die Profiteure, die Finanzhaie, die Kriegsindustrie zurückschrecken. Dieses Marx-Wort hat sich leider und tragischer Weise bewahrheitet. Die Klassiker wurden aber entsorgt. Ihre Lektüre ist dennoch unverzichtbar. Sie kann uns die Augen öffnen helfen. Wir müssen die klassischen Texte wieder ausgraben oder das Rad neu entdecken.
Der deutsche Faschismus, der zum Zweiten Weltkrieg, zu Auschwitz und am bitteren Ende gar zu Hiroshima führte, ist vom kriegsindustriellen Komplex aufgezogen worden und wie ein Schmieren-Theaterstück auch mit Fremdmitteln von außen finanziert worden. Er diente von der ersten Stunde dazu, das Alternativprojekt, das seinen Untergang einläutete, mit allen Mitteln kaputtzumachen. Die Nazis taufte man dazu als nationale Sozialisten. Sie waren keines von beiden. Sie waren weder national noch hatten sie irgendetwas mit sozialem Gedankengut gemein. Ihre Parole “Gemeinnutz geht vor Eigennutz” war nichts als geschickte Demagogie. Ihr Auftrag zielte auf Zerstörung des sozialen Zusammenhalts, auf Zerstörung einer wirklichen Werte-Gemeinschaft, von der sie immer noch daher faseln. Mit heutigem Vokabular ausgedrückt sollten ihre SA und ihre SS-”Elite” ‘Shock and Awe’ verbreiten, also einschüchtern. “Sturmabteilung und Schutzstaffel” nannte sie die brutalisierten Horden, die ihre Profit-Sicherheit garantieren sollten.

Dem Ziel der Einschüchterung insbesondere der siegreichen Sowjetunion dienten nachweislich die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki. Der Geist, der dies befahl kam aus derselben Flasche wie Hitler, die Nazis und dergleichen skrupellose Mietlinge mehr, Geschöpfe, deren Wiedergänger Al Quaida, Al Nusra, Boko Haram, ISIS, IDF oder Mossad heißen. Sie haben viele Namen, die gekauften Diener der Macht. Ihren Ursprung finden wir immer und überall in den kapitalen Interessen, zu deren Diensten auch alle denkbaren Ideologien inklusive der Weltreligionen herhalten müssen. In den Meisterfälscherwerkstätten werden die großen Menschheitsideen zugeschnitten und kriegstauglich gemacht.
Begreifen wir die Botschaft von Hiroshima im 70. Jahr des Gedenkens. Decken wir die Fälschermethoden auf, damit wir den Kriegstreibern und Kriegsverbrechern von heute geeint in den Arm fallen können. Legen wir Zweideutigkeiten beiseite. Trauen wir uns die Verantwortlichen für Hiroshima und die Folgen bei ihren wahren Namen zu nennen und treten wir so ein:

  • Für eine nuklearwaffenfreie Zukunft!
  • Nie wieder Hiroshima, nie wieder Nagasaki, nie wieder Auschwitz!
  • Nie wieder ethnische Säuberungen!
  • Nie wieder Faschismus!
  • Nie wieder Krieg!