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Unstrittig ist die Nato ein Kriegsbündnis. Ja, unser Land dient schon viel zu lange als williger Vasall im Gefolge einer unfriedlichen, imperialen Vorherrschaftspolitik der Vereinigten Staaten von Amerika. Am 9. Mai 1955, genau 10 Jahre nach dem Ende des II. Weltkrieges, trat die Adenauer Regierung unter sanftem Zwang dem Nordatlantischen Pakt bei und besiegelte damit die Teilung Deutschlands. Auf deutschem Boden lagern in Büchel bis heute US-Atomwaffen, jetzt zur Modernisierung vorgesehen. Von der US- und Nato-Basis Ramstein in Rheinland-Pfalz westlich von Kaiserslautern werden alle Kampfdrohnen-’Anti-Terror’-Einsätze in Afrika und im Nahen Osten geplant und gesteuert. 52.000 US-Amerikaner leben in der gesamten Kaiserslautern Military Community. Das dortige Feldlazarett soll jetzt weiter ausgebaut werden. Das US-Militär vervierfachte kürzlich seine Mittel, um der angeblichen „russischen Aggression“ entgegenzutreten. Ihretwegen will es seine Präsenz in Osteuropa verstärken. Auf 3,4 Milliarden Dollar, sprich 3,1 Milliarden Euro wird der entsprechende Pentagon-Etat erhöht, also vier Mal mehr als im Vorjahr. Darüber informiert das Handelsblatt den deutschen Leser schon am 2. Februar dieses Jahres. Aber kein Aufschrei folgte in der deutschen Friedensszene. Die Parole „Stoppt den Aufmarsch gegen Russland“ bildete keinen Fokus beim Ostermarsch. Nur einen Treffer ergibt ihre Eingabe im weltweiten Netz und zwar bei der DKP Sachsen, die immerhin noch hinzusetzt „NATO raus aus der Ukraine“. Anstelle solch dringend gebotener Einsprüche gegen die akute Kriegstreiberei findet man Endlosschleifen in Sachen „Querfront“ und „Antifa-Gebrabbel“. Völlig unzeitgemäße, ins leere laufende Forderungen wie „Deutschland raus aus der NATO – Nato raus aus Deutschland“ werden diskutiert, ja hier und heute gar als Minimalkonsens angepriesen. Völlig verkannt wird, dass solche Losungen nur ein groß angelegtes Ablenkungsmanöver sein können. Eine Antikriegs- und Friedensbewegung, die ihren Namen verdiente, müsste gezielt Stellung beziehen gegen die immer aggressiver werdende Anti-Russlandstrategie der NATO-Führungsmacht und ihres unkritischen Gefolges. Dringend geboten ist es, in unserem eigenen Überlebensinteresse, endlich eine Solidaritätsfront mit Russland aufzubauen. Alles pseudo-linke Hinterfragen des ‘von russischen Oligarchen regierten Landes’ trübt nur den Blick dafür, dass unter Putins kluger, pragmatischer, patriotischer Leitung, den Oligarchen Einhalt geboten wurde, dass Russland alles daran setzt, dem gebeutelten Land den Frieden zu bewahren. Es gilt dagegen aufzuzeigen, dass unser großer östlicher Nachbar völlig zu unrecht erneut ins Visier der Kalten und Heißen Krieger gerückt ist. Mit Ideologie oder Systemkonkurrenz hat das nichts mehr zu tun. Das ist so, weil sich Russland den strategischen Plänen der Herren des Universums widersetzt. Ähnliches gilt für seinen langfristigen Verbündeten Syrien. Russlands zunächst diplomatischem und schließlich auch militärischen Einsatz in Syrien ist es vor allem zu danken, dass der ganz große Krieg bisher vermieden werden konnte und dem Terror immerhin Grenzen aufgezeigt wurden. Russlands umsichtigen Führungspersonal verdanken wir die gütliche Lösung der Atomfrage mit dem Iran. Die internationalen Nachrichten- und Hintergrundsendungen auf RT-International bilden ein wesentliches, ein intelligentes Gegengewicht zu unseren konzerngesteuerten Medien. Russland ist es, das derzeit Seite an Seite mit China und Lateinamerika vor aller Welt überzeugend demonstriert, was Achtung vor dem Völkerrecht bedeutet. Von Putin, Lawrow und von seinen Beratern können wir den Respekt vor der nationalen Souveränität anderer Staaten neu lernen. Wollen wir in Frieden mit unseren Nachbarn leben, dann können wir uns nicht in seine Haushaltsführung einmischen. Wir müssen mit den Nachbarstaaten auskommen, völlig ungeachtet von deren inneren Gesetzlichkeiten. Es ist also vollkommen irreführend und dient nur den Interessen des Imperiums, wenn mittels eines pseudo-linken Vokabulars von der Obsoletheit der Vereinten Nationen gefaselt wird. Die UNO-CHARTA ist ein Dokument zur Sicherung des Weltfriedens. Wer die Charta angreift, sie unterminiert, sie relativiert, der macht sich der Kriegsförderung schuldig. Wer sich also einer Politik des Regime Change verschreibt, der duldet bald nolens volens die Finanzierung von Söldnertruppen, wie sie seit fünf Jahren ins schöne Syrien infiltriert werden und das Land verheeren. Wer da noch von Bürgerkrieg palavert, der kann den Frieden nicht fördern. Wer flüchtenden Menschen nachhaltig helfen will, der muss die Kriegsförderung, die Ausstaffierung des Söldnerunwesens stoppen, genauso wie es die entsprechenden UN-Resolutionen seit langem fordern. Wer dagegen den Duktus von der russischen Krim-Annexion mitträgt, wer von der russischen Einmischung und gar von einer Bedrohung der Ukraine spintisiert, der kann dem Friedensgedanken nicht nützen. Wer in Russland die Hauptgefahr für den Weltfrieden sieht und die Terroristenbrut in ihrem unheilvollen Wirken minimiert, der verstärkt die Stimme seiner NATO-Führungsmacht. Er mag sich als Pressesprecher des militärisch-industriellen Komplexes verdient machen, als Fürsprecher einer Antikriegsbewegung taugt er nicht. Wer Frieden will, wer die Massen dafür auf die Strasse bringen will, der muss den kleinsten Nenner suchen und nicht den größten. Dieser liegt in Losungen wie etwa den folgenden:

 

  • Hände weg von Russland!
  • Nato raus aus Osteuropa!
  • Stoppt die Finanzierung des Terrors in Syrien in der Ukraine und anderswo!

 

 

 

 

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