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Eine Betrachtung von Irene Eckert über den niederträchtigen Missbrauch menschlicher Hilfsbereitschaft vom 26. 10 2014

Natürliches Mitgefühl

Empathie für kreatürliches Leid zu empfinden ist dem Menschen eigen.
Hohe Spendenaufkommen bei Naturkatastrophen, spontane Hilfbereitschaft für flüchtende Neuankömmlinge sind leuchtende Beispiele für das natürliche Mitgefühl unserer Spezies.
Es geht uns nicht wirklich gut, solange andere leiden. Das schlechte Gewissen über unsere Fülle angesichts des Mangels anderswo zeugt davon. Ewig neu gestanzte Feindbilder müssen herhalten, um den angeborenen Helferinstinkt zu betäuben.

Richtig helfen eine Kunst

Der Helferinstinkt, lässt sich aber wie jeder Instinkt leicht manipulieren und für höchst fragwürdige Zwecke missbrauchen. In Anbetracht der großen Flüchtlingswelle, die derzeit unkontrolliert über die Balkanroute auch uns erreicht, ist Nachdenklichkeit angesagt. Wie verhindern, dass ich angesichts der bedrohlichen Entwicklung hart werde und mich dem Gebot der Mitmenschlichkeit versage? Wie anderseits verhindern, dass ich mich zum Instrument einer unverantwortlichen, unmenschlichen, gnadenlos rücksichtslosen Politik machen lasse? Ich möchte nicht zum willigen Erfüllungsgehilfen gefährlich-verantwortungsloser Etscheidungen werden.

Den Verstand einschalten und nach den Verantwortlichen fragen

Es gibt Menschen, denen ‘die Anderen’ gleichgültig sind. Es gibt sie, die geistig und materiell Depravierten, jene, die für Geld alles zu tun bereit sind. Es gibt auch solche, die für das millionenfache Leid, das anderen zufügt wird die Verantwortung tragen. Interventions- und Hybridkriege, Waffenexporte in „Konflikt“-gebiete, Schulung und Ausstattung von Terrorbanden mit modernster Waffentechnologie, Umsturz gewählter, repräsentativer Regierungen das sind einige der von Menschen gemachten Ursachen für die heutigen Flüchtlingströme. Die Folgen der obwaltenden, wahnwitzigen, niederträchtigen Politik tragen immer andere. Diese ‘Anderen’ sind auch wir. Dass die eigentlich zur Aufklärung verpflichteten Medien zum Instrument der Kriegsführung geworden sind, das ahnen wir schon. Dass aber „Bürgerbewegungen“, NGOS, ja selbst Flüchtlingsströme zu einem solchen Instrument verkommen können, das erscheint manchem noch unfassbar. Wir müssen uns aber mit dem Ungeheuerlichsten befassen. Verdrängung lässt alles nur noch schlimmer werden. Die Realität ist erfassbar und zu bewältigen.

Das verderbliche eine, kleine Prozent

Es ist und bleibt ein klitzekleines Prozent von Menschen, die sich nie werden angesprochen fühlen vom Hilferuf notleidender Kreatur. Es sind dies die wirklich Habenden, die ‘Großkopfeten’, Leute, die sich in arroganter Manier über ihre Mitmenschen erheben. Es sind auch Politiker, die sich und ihre Nation für etwas Besseres halten und die jenseits von Recht und Gesetz glauben handeln zu dürfen. Im Ganzen bleibt es etwa ein Prozent der Menschheit, das glaubt, auf alle anderen pfeifen zu können. Dieses eine Prozent ist im Besitz von unermesslichem, widerrechtlich erworbenem Reichtum. Davon kaufen sie sich Mietlinge, die in ihrem Auftrag handeln müssen, abhängig vom Gebot der Macht. Wie im Märchen vom Fischer und seiner Frau können diese Monster in Menschengestalt ihre Gier niemals stillen und sind am Ende bereit über Leichen zu gehen.

Willkürlich gemachtes Flüchtlingselend

Das wirklich dramatische Flüchtlingselend in der Welt wird also von Menschen gemacht, die sich in ihrer irrationalen Gier als Blutsauger betätigen und die Welt mit Krieg überziehen. Um genügend Willige für ihre Zwecke instrumentalisieren zu können, müssen sie ihrem zerstörerischen Vorgehen ein idealisierendes Mäntelchen umhängen. Uneigennützigkeit ist ihre Parole. Ihre Bombengeschwader und Söldnerheere schicken sie daher im Namen von Demokratie, Freiheit und Menschenrecht. Da sie ihre Kriege längst nicht mehr völkerrechtlich kaschieren können, schaffen sie mit Hilfe depravierter, erniedrigter und entrechteter Individuen Terrorbanden, denen sie wiederum verschiedene ideologische, religiös verbrämte Etikette aufkleben. Solche selbst geschaffenen Terrorheere liefern ihnen einen scheinbar unschlagbaren Vorwand zum weltweiten, endlos scheinenden „Krieg gegen den Terror“. Auf Grund der Grausamkeit des künstlich erzeugten Gegners kennt dieser Krieg kein Gesetz mehr. Selbst Flüchtlinge werden in diesem Krieg als Waffe eingesetzt, als Mittel um andere Nationen zu destabilisieren. Nationen, die in den Augen des Imperiums zu stark geworden sind, werden etwa zur illegalen Grenzöffnung gezwungen. Bevor ihre Marionetten noch durchschauen, wie und was ihnen geschieht und noch ehe sie sich erwachend widersetzen können.

Flüchtlinge und Flüchtlinge zu unterscheiden ist notwendig

Die meisten Flüchtlinge auf Erden sind Binnenflüchtlinge! Flüchtlinge fliehen vor unmittelbarer Gefahr an den nächstliegenden Ort, vielleicht gerade noch ins Nachbarland. Die allermeisten Flüchtlinge sind arm und können sich weder die teuren Schlepperdienste leisten, noch sprechen sie fremde Sprachen oder können sich ein Leben im fernen Ausland auch nur vorstellen. Die Flüchtlinge, die derzeit über Südosteuropa zu uns strömen sind erstaunlicher Weise überwiegend junge Männer im wehrfähigen Alter mit modernden Smartphones ausgerüstet.
Warum verlassen gerade sie ihre Familien und ihr Land? Wenn sie gut ausgebildet sind, kommt das der erklärten Kriegsführungsstrategie des Imperiums entgegen. Für das betroffene Land, im Moment überwiegend Syrien, bedeutet das einen schwer zu verkraftenden ‘Brain Drain’, einen Verlust an qualifizierter Arbeitskraft also und dient so wieder der Destabiliserung und Kriegsführung, genannt ‘Regime Change’. Für das Aufnehmerland bedeutet es einen Zustrom billiger und williger Fachkräfte, eine Bedrohung für arbeitssuchende, hoffnungsarme Menschen im Lande selber.
Warum aber verlassen ausgerechnet junge, kräftige Männer ihre Heimat, die den Ihren Schutz bieten könnten, auch mit der Waffe in der Armee und so ihr Land gegen den Terror verteidigen ? Sind das nicht Deserteure aus Sicht ihrer Nation?
Wer bezahlt die Schlepperdienste, wer animiert sie, die noch größere Unsicherheit auf sich zu nehmen? In Anbetracht der Schleusenöffnung, der wegfallenden Grenzkontrollen und der nicht statthabenden Registrierung können über die Flüchtlingsströme durchaus auch massenweise Infiltrate ins Land gelangen, Männer, die einen nicht zu tolerierenden Auftrag übernommen haben.

Mehr Fragen stellen

In Anbetracht der in vielerlei Hinsicht nun auch für uns beklemmend werdenden Situation ist es dringend geboten, mehr Fragen an die politisch Verantwortlichen heranzutragen:

  • Warum wurde zu einem kritischen Zeitpunkt – scheinbar über Nacht – die bis dato übliche Abschottungspolitik aufgegeben, das Schengener Abkommen ausgesetzt und die Ayslvorschriften ausgehebelt, just in dem Moment, als sich ein russisches Eingeifen gegen die Terrorstrukturen in Syrien abzeichnete, das durch weitreichende, globale diplomatische Initiativen vorbereitet war?
  • Warum werden massenhaft neue Flüchtlinge unkontrolliert ins Land gelassen, während jene, deren Asylanträge verschleppt wurden, nun durch neuerlich verschärfte Bestimmungen abgeschoben werden?
  • Wie verträgt es sich mit einer staatlich verordneten ‘Willkommenskultur’, dass immer wieder ungeahndet Flüchtlingsunterkünfte abbrennen und rechtsradikale Hassprediger sich öffentlichkeitswirksam in Szene setzen können?
  • Warum appelliert staatliche Politik nur an private Hilfsbereitschaft, während sie so gut wie keine Budgetmittel zur Bereitstellung einer Infrastruktur flüssig macht?
  • Warum setzt unsere Regierung den Waffenexport an kriegsführende Staaten sogar verstärkt fort und findet keine Antwort auf die Krise außer etwa Adminstration durch Quotenverteilung, Rückführung von Altflüchtlingen durch Militärfluzeuge, weitere Aushebelung des Asylrechts und dergleichen Ungereimtheiten.
  • Warum insbesondere fordert unser Außenminister im Sinne des Imperiums ein Ende der effektiven völkerrechtskonformen russischen Angriffe auf die Terrorinfrastruktur in Syrien und warum behauptet er im Regierungsauftrag wahrheitswidrig, dass dadurch mehr Flüchtlinge produziert würden. Letzteres könnte natürlich Bezug nehmen auf die nunmehr ausweichenden Terroristen, die außer Landes fliehen müssen. Ist das gemeint?

 

George Orwell lässt grüßen. Wir aber kennen den Text und wir verfügen über genügend Verstandesmittel ihn zu dechiffrieren. Kennen wir erst die ganze globale Wahrheit, werden wir auch mit einer noch so düster scheinenden Wirklichkeit fertig. Es liegt an uns diese konstruktiv zu verändern.