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November-Licht

Die Spätherbst-Sonne hat in diesen frühen Novembertagen die Kraft, die jahreszeitliche Depression zurückzudrängen. Klar ist der Himmel über Berlin und Licht scheint auch aus dem Süden zu uns herauf. Allererste Entspannungszeichen zeigen sich am nordischen Horizont. Die völkerrechtskonformen Präzisionsbomben der Russen gegen die Infrastruktur des Terrors in Syrien erzwangen als erstes Resultat die Teilnahme des Iran am Wiener Konferenztisch. Die Abschlusserklärung beinhaltet nicht mehr die unerhörte US-diktierte Formel “Assad muss weg”, sondern sie spricht von der Integrität und Souveränität der Arabischen Republik. Dennoch, das bleihaltige Gift der alten Muster ist tief in unser kollektives Bewusstsein eintätowiert. Es bedarf enormer Kraftanstrengungen in jeder Richtung uns davon zu lösen.
Wir alle, Völker und Individuen kleben an solch spezifischen Mustern. Die Erfahrensten und Gebildesten unter uns sind manchmal stärker in ihnen verhaftet als einfache, politisch unbedarfte Menschen. Es bedarf noch großer menscheitlicher Umwälzungen und sie werden kommen und ganz gewiss unsere Seele erreichen. Sie werden nicht nur die Völker befreien, sondern auch unsere verbürgerlichte Psyche.

Novembernebel

Der deutsche November hatte nach dem ersten großen Völkermorden 1918 seinen ersten wunderbaren Lichtblick. Der Horizont weitete sich einen Moment lang, bevor dann im kommenden Winter die revolutionären Bestrebungen blutig niederkarätscht wurden. Nur vier Jahre später erstickte im “Krisenjahr 1923″ von Süden her der Hitler-Ludendorff-Putsch am 9. November die letzten zukunftsweisenden Bestrebungen . Als dann wieder an einem 9. November 1938 in der schönfärberisch zur “Reichskristallnacht” umgedeuteten Barbarei nicht nur Synagogen brannten, da war der Weg in den nächsten Großen Krieg gar nicht mehr weit. Was hätte wohl der hellsichtige Demokrat Heinrich Heine, der 1844 aus dem Pariser Exil das Deutsche Wintermärchen besang diesmal für Worte gefunden?

Ganze sechs Jahre tobte das seit September 1939 zweite von deutschem Boden ausgehende Völkermorden. Im Ergebnis war schließlich das seit 1870 unheilvoll durch Kriege geeinte Vaterland erneut geteilt. Immerhin schlug die bessere Hälfte 1949 mit tatkräftiger russischer Hilfe einen zukunftsweisenden Weg ein. Dieser wurde aber nach 40 Jahren nur vermeintlicher “Kalter Kriegspolitik” durch die zerstörerische Kraft US-amerikanischer Interventionspolitik vorerst auf rabiate Weise verbarrikadiert. Ganz und gar kein Zufall, dass die angeblich befreiende Öffnung der Berliner Mauer wieder an einem 9. November erfolgte.

Mangelndes deutsches Geschichtsbewusstsein

Drückende Schwermut konnte einen Klarsichtigen schon befallen angesichts der Blindheit, mit der die überwältigende Mehrheit des deutschen Volkes den Mauerfall damals im November 1989 bejubelte. Keine 10 Jahre später war im Frühjahr 1999 das nunmehr auf amerikanisch ‘freiheitlich’ geeinte Deutschland wieder an einem völkerrechtswidrigen Krieg beteiligt. Zum dritten Mal innerhalb eines Jahrhunderts wurde Belgrad grundlos attackiert. Eine geölte PR – Maschinerie deutet das Opfer zum Aggressor um.

Das deutsche Volk war angesichts seiner Geschichtsblindheit nicht in der Lage zu begreifen, was es im November1989 verloren hatte und was für eine unheilvolle Entwicklung von diesem Moment ausging. Deutsche Ideologen, vor allem auch Theologen haben diese Entwicklung in ihrer ignoranten Naivität oder auf Grund ihres Opportunismus maßgeblich mit befördert.

Theologie kein Wegweiser in die Zukunft

Heute will ich gegen die drückende Schwermut und Trauer anschreiben, die mich angesichts eines eben verschiedenen Freundesfreundes befällt, der die DDR-Opposition tatkräftig unterstützt hat und der bis zuletzt an dem Glauben festhielt, ein gutes Werk getan zu haben. Ich tue das in der unumstößlichen Überzeugung, dass einzig und allein das Licht der Aufklärung uns befreien wird. Glaube macht blind, Wissen befreit.

Der Zeitgeist blendet

Der Dresdener Gottesmann, der hier nur stellvertretend erwähnt wird, muss vom Zeitgeist geblendet, tief in seinen erworbenen Mustern verhaftet gewesen sein. Ein eher politisch als theologisch geschultes Geschichts- und Gesellschaftsbild hilft zu erkennen, dass der Theologe Christoph K. sich einer fatalen Aufgabe verschrieben hatte. Sein Ziel war es, den ersten deutschen Arbeiter- und Bauernstaat auf deutschem Boden, ein Land das ihm Heimat und Schutz bot und in dem er bequem leben konnte, zu bekämpfen. Er wollte das mängelbehaftete Vaterland so nicht haben. Die Partei SED, die das Land aus den Nachkriegstrümmern heraus aufbaute, wollte er weghaben. Dafür hat er gewirkt und dadurch hat mit dazu beigetragen, die Deutsche Demokratische Republik, seit 1971 ein wohlgelittener Teil der Völkergemeinschaft, ein rühriges UN-Mitglied, zu beseitigen. Darauf scheint er in seiner Blendung auch noch stolz gewesen zu sein. Daraus schließe ich, dass Christoph keinen Begriff hatte von der historischen Situation, die er durchlebte. Er konnte offensichtlich nicht sehen, dass dieses Deutschland, in das er 1944 hineingeboren wurde und das ab 1949 die bessere Hälfte unseres bleichen Mutterlandes darstellte, zwangsläufig unvollkommen sein musste. Die DDR hatte in jeder Hinsicht gegenüber der Bundesrepublik den schlechteren Part gezogen. Das kleinere Land musste mit weniger Industrie für alle Kriegskosten aufkommen und konnte in Anbetracht des ihm übelwollenden Nachbarn Bundesrepublik mit seinem Großen Bruder im Hintergrund kein Paradies sein. Der wütende Kampf der Systeme ließ dies einfach nicht zu. Wie verhängnisvoll der Kalte Krieg in sein Land hinein wirkte, konnte Herr K. offensichtlich sowenig wie die meisten seiner Zeitgenossen bis heute erkennen.

Eine neue Gesellschaftsordnung trägt immer die Muttermale der alten

Daß der erste Versuch, einen durch und durch sozialen und demokratischen Staat auf von Kriegstreibern und Nazis verheertem Boden zu errichten, die Muttermale der alten Gesellschaftsordnung und der sie umgebenden Welt mit sich tragen musste, war eine von Christoph in ihrer Tragweite verkannte Problemstellung. Nicht anerkannt wurde von Menschen seiner – nur vermeintlich freiheitlichen – geopolitischen Orientierung, dass die sowjetische Hilfe, dem deutschen Volk im Osten trotz seiner aggressiven Selbstüberhebung nach dem zweiten zerstörerischen Weltkrieg großmütig zugeteilt, einen Weg in einen andere, in eine friedvollere Zukunft hätte ebnen können. Das aber hätte vorausgesetzt, dass seine Bewohner nicht das Unmögliche erwarteten, sondern engagiert und konstruktiv mitwirkten. Der Klassenkampf von oben – ab April 1945 von Harry Trumans USA gegen das Sowjetmodell geführt – ist von den meisten Deutschen, auch von Bürgern der DDR, in seiner zerstörerischen Kraft verkannt worden. Ihrem Führungspersonal haben die DDR mißtraut und stattdessen auf die westlichen Einflüsterer gehört.

Der todgeweihte Imperialismus tritt nicht kampflos ab

Die Ablösung des von westlicher Propaganda zum Unhold stilisierten Walter Ulbricht war ein vom Imperium mit Hilfe von Chruschtschow gesteuerter Putsch von oben, ein früher ‘Regimewechsel’! Walter Ulbrich war ein Kommunist vom Zuschnitt eines Stalin. Er widersetzte sich mutig und politisch hellsichtig. Er war während langer Kriegsjahren in Moskau strategisch geschult. So einer musste selbstredend in den Augen der westlichen Hegemonialmacht “weg”. Wie so viele engagierte Führungspesönlichkeiten vor und nach ihm musste er “abgelöst werden”. Im Zuge der früh einsetzenden „Regime Wechselpolitik“ wurde er kalt gestellt. Erich Honnecker, sein Nachfolger im Amt, war politisch weit weniger klug und schlecht beraten. Wichtige einflussreiche Denker wie etwa Bert Brecht und Johannes Becher starben einen viel zu frühen Tod. In der DDR wurden wie auch in der UdSSR die Weichen umgelegt.

Historisch bewusstlose Politik zeitigt bittere Früchte

Honnecker hat sich, wie viel andere, zum Instrument einer falschen Politik machen lassen. Auch er wirkte unbewusst dem Untergang der demokratischen Republik entgegen. Später musste er seinen Irrtum schwer büßen. Seine in der Moabiter Haft geschriebene Biografie zeugt von später Erkenntnis. Honnecker war immerhin ein Kind der Arbeiterklasse, das noch von der Weimarer Republik und einer hellsichtigen KPD geprägt wurde. Auch die Erfahrung mit Hitlers Zuchthaus war ihm ein Lehrmeister. Der verbürgerlichte Theologe Christoph K. aber verkörpert geradezu paradigmatisch das Bewusstsein weiter Teile der deutschen mittelständischen Intelligenz. Eine ganz falsche Kirchenpolitik der DDR trug nicht zur Korrektur falscher Vorstellung bei. So konnte die evangelische Religionsgemeinschaft unbehelligt als trojanisches Pferd im Osten fungieren. In der Hoffnung ihren Kooperationswillen erkaufen zu können, räumte der Staat den Kirchen viele Privilegien ein. Das Ergebnis von solchem Opportunismus sehen wir heute etwa in der Kanzlerin und Pfarrerstochter Angela Merkel und in unserem Obertheologen Gauck, dem Gauckler. Ausnahmen, die man in gegenteiligem Sinne auch anführen könnte, bestätigen die Regel. Die Kirche unterminierte den Staat von innen, das war ihr Auftrag und ihre Zielsetzung. Es ist also kein individuelles Problem, mit dem die Biografie Christophs uns konfrontiert. Es handelt sich um die teils bewusstlose aber folgenreiche Einflussnahme auf das Schicksal des deutschen Volkes. An der fatalen Rolle Deutschlands in Geschichte und Gegenwart ist die geisteswissenschaftliche Intelligenz wie auch die technische maßgeblich und unheilvoll beteiligt.

Das lichtlos falsche Bewusstsein einer führungslosen Intelligenz

Es ist ja immer und immer wieder auch menschheitlich betrachtet, das falsche Bewusstsein, das unsere, so gut mit Vernunft ausgestattete, Spezies daran hindert, sich aus selbst aufoktroierten Fesseln zu befreien. Der Verstand ist leider ein zwieschlächtig einsetzbares Ding. Es lassen sich Gehirne eben auch vernebeln und waschen. Die Köpfe sind um so anfälliger, je weniger die soziale Lage ihrer Eigentümer sie zwingt, die Realitäten unverstellt zu erfassen. Das Fehlen einer klarsichtigen Kraft, einer kämpferischen Arbeiterbewegung wirkt sich auf die Intelligenz aus und deren angepasster Stumpfsinn wirkt ebenso fatal zurück.

Stasi, “staatsfeindliche Hetze” und Wikileaks

Dass es Stasi-Hysterie einerseits und staatsfeindliche Hetze andererseits wirklich gibt und gegeben hat, ist ja nun nach über 25 Jahren Zerstörung des gesamten sozialistischen Staatensystem nicht mehr wegzudiskutieren. Die Stasi-Hysterie hat bis heute nicht aufgehört ihr bewusstseinstrübendes Gift zu versprühen. Sie fand ihren Höhepunkt in dem grausig die Realität posthum verzerrenden Film „Das Leben der Anderen“, der in jedem noch so entfernten Winkel der Erde gezeigt wurde. Die Verlogenheit der staatlich bestellten Ankläger wird noch einmal deutlich am grotesk anderen Umgang mit der allgegenwärtigen staatlichen Überwachung im Westen, wie sie Edward Snowden und seine Kollegen von Wikileaks aufgedeckt haben. Diese mutigen jungen Leute, die die Wahrheit an den Tag bringen, werden vom Imperium als Staatsfeinde gnadenlos verfolgt. Keiner schreit da Stasi, weil nämlich Snowden und seinesgleichen echte Demokraten und Aufklärer sind. Anders als jene, die immer schon Stasi schreien, handeln die Ex-Geheimagenten vom Schlage Snowden im Menschheitsinteresse, wissentlich, dass sie damit nicht nur ihre Freiheit, sondern auch ihr Leben aufs Spiel setzen.

Ein von der DDR beobachteter Oppositioneller

Der Theologe Christoph K. wurde nach eigener Aussage in seinem und von seinem Staat beobachtet. Angeblich wurde sein Telefon ‘verwanzt’, abgeblich ist man ihm mit dem Auto hinterhergefahren, man hat Material gegen ihn gesammelt, mit Hilfe dessen man ihm hätte den Prozess machen können, sagt er. Was er getan hat, um das Auge der Staatsmacht auf sich zu lenken, sagt er nicht.
Vielleicht ist ihm sein eigenes Wirken unbewusst. Vielleicht blieb er bis an sein Lebensende ‘unbedarft und naiv’, das ist gut möglich. Immerhin sieht er ja selber, dass das „Demokratische Forum“, das er unterstützte, mehrheitlich zur CDU überging und einen Rechtsruck befördern half.

Mehr Liberalität wagen – ein Kampfruf der falschen Seite

Christoph wollte nach eigener Aussage „mehr Liberalität“ in der „DDR“. Er stellte den Führungsanspruch der SED in Frage und wollte die Partei beseitigt sehen. Das schließliche Ergebnis der Forderung „Die SED muss weg“ sehen wir heute. Es sind dieselben Muster, mit Hilfe derer die Demokratie allerorten durch langfristige Steuerung des Imperiums ausgehebelt wurde und wird. Das Ziel libertärer und scheindemokratischer Einmischung ist „Regime Change“ im Interesse des Imperiums. Erst war dessen vermeintlicher Feind der Sozialismus. Diesen hat man mit Hilfe willfähriger, karrieresüchtiger, egomaner Politiker und gesteuerter Bürgerbewegungen schließlich weitgehend kampflos beseitigt. Außer allerdings in China und auf Cuba, wo die kommunistische Partei immer noch die Führungsrolle inne hat. Ihr ist dort verfassungsrechtlich – wie einst in der DDR –  die Führungsrolle garantiert. Diese Gesellschaften folgen einem anderen Demokratiemodell, das man im Westen nicht gelten lässt, weil es den Herrschaftsanspruch der kapitalkräftigen Kreise in Frage stellt. Die kommunistische Partei ist aber sowohl in China als auch auf Cuba demokratisch strukturiert und bietet jedem für sein Land engagierten Bürger die Möglichkeit zur Mitarbeit.
Die SED der DDR musste weg, weil sie volksdemokratisch war, nicht auf Grund ihres autoritären Zuschnitts. Sie war dem Imperium, sie war den Imperialisten aller Couleur ein Dorn im Auge. Jetzt ist sie seit 25 Jahren wirklich weg und wir haben nur noch ihren Wurmfortsatz „DIE LINKE“ und ein paar versprengte sich als Kommunisten ausgebende Grüppchen. Ist dadurch irgend etwas besser geworden in unserem nun mehr westlich-demokratisch regierten und vereinten Lande?

Das Imperium will Chaos und braucht dafür verblendete Mitwirker

Herr K. scheint ein ehrlicher, aber komplett verblendeter Mensch gewesen zu sein und damit kein Einzelfall. Er gibt ja seine völlige Unfähigkeit und Überforderung als Bürgermeister von Rostock offen zu. Er zeigt sogar, wie damals auch durch sein Mittun die Demokratie ausgehebelt wurde, indem jedem der über Kompetenzen in der Administration verfügenden Bürgerschaftsvertreter ein Kontrolleur beigegeben wurde. Aber das war dann schon die Post-Stasi-Gesellschaft die hier kontrollierte und auf einmal wurde Kontrolle positiv bewertet. Doppelte Standards. Chaos stiftet man auf solche Weise. Das lässt sich rückblickend am Bild der Verheerung deutlich erkennen. Heute wissen wir um die gezielte Strategie des US-Imperiums. Demokratie hebelt man so aus. Man stiftet Chaos und Zwietracht und meint dann besser herrschen zu können über die uneinigen Vasallen.

Deutschlands Schicksal verspielt

Wir Deutsche haben unser Schicksal verspielt. Bereits nach dem ersten Weltkrieg, als im Osten sich revolutionäre Umwälzungen abspielten und das Staatswesen von unten nach oben umgekrempelt wurde, haben wir unsere Revolutionäre mit Hilfe gedungener Mörder niederkarätscht. Ein ebenfalls gedungener Reichswehrspion wurde mit Hilfe auch von Amerika aus gesteuerter Kräfte bald an die Spitze einer durch und durch konterrevolutionären Bewegung gehieft. Im Interesse der Stahl-und Rüstungsindustrie wurden heimlich die Schwarze Reichswehr ebenso wie die SA und SS hochgepäppelt. Diese Kräfte und ihre Hintermänner führten uns in den nächsten Großen Krieg. Kommunisten und Sozialisten zahlten unterdessen den höchsten Blutzoll. Ihrer waren viele unter den ebenfalls ausgemerzten Juden. Die wenigen kämpferischen Überlebenden versuchten nach 1945 ein neues Deutschland, ein demokratisches Land aufzubauen und zwar in ganz Deutschland. Adenauer, die Kreatur der Amerikaner – das wusste sogar mein Vater -, hat das mit Hilfe seiner US-amerikanischen Freunde verhindert und zwar offen und zielbewusst. Die US-Imperialisten haben mit Hilfe der Unsrigen Deutschland gespalten, nicht die Sowjets.

Aufbau im Osten und das Wendejahr 1953

Daraufhin, also nach Adenauers Gründung der Bundesrepublik im Mai 1949, ging man im Osten an die Aufbauarbeit. Im Herbst wurde die DDR ausgerufen von Pieck und Grothewohl.
1953 war ein verhängnisvolles Wendejahr!!! Der „Arbeiteraufstand“ gegen die Normerhöhung wurde angestachelt vom RIAS (Rundfunk im Amerikanischen Sektor) Berlin im Auftrag des Imperiums. Die Aufoktroierung der Normerhöhung erfolgte unter Chruschtschows Diktat und der war leider ein Instrument der Amerikaner. Stalin und den Rest seiner Leute hatte man ab 1953 effektiv beseitigt. Seit 1956 und seit dem XX. Parteitag der KPdSU wurden die Lügenmärchen der NS-Greuelpropaganda staatsoffiziell von „sowjetischer Seite“ aus verbreitet und mit verheerenden Folgen in die Welt hinausposaunt. Die Erstveröffentlichung von Chruschtschows “Geheimrede” erfolgte in der New York Times. Von hier aus fand sie ihren Weg in die Welt.

Die DDR hatte keine Chance zu Überleben, nachdem die Sowjetunion beseitigt und die „Bürger“bewegungen ihr den Rest gegeben hatten. Christoph K. war ein kleiner Fisch, aber wir, die vielen kleinen Kas tragen mit unserem Unverständnis in Anbetracht der realhistorischen Vorgänge eine schwere Mitverantwortung.

In diesem Sinne liegt es an uns, um mit Brecht zu sprechen, wenn die Unterdrückung bleibt und wenn der Regime Change- und Kriegspolitik kein Ende bereitet wird.

Vom Geiste gehen die Dinge aus, im Geiste werden sie geboren.

geschrieben am 4. 11. 2015