Gasometer_Berlin_Schöneberg_2011

Ergebnis der 2. Runde der Günther Jauch Talkshow über Putin im ARD am gestrigen Sonntagabend ? Die  thematische Wiederholung der Befassung mit der “Russlandfrage” scheint darauf hinzudeuten, dass ein wenig Bewegung in die die gefährlich zugespitzte Angelegenheit kommt, auch wenn sich die Protagonisten noch schwer tun.

Der unglückselige Wolf Biermann durfte am Ende  der Runde den russischen Präsidenten mit dem verbrecherischen  Völkermörder  Hitler vergleichen, was Günther Jauch aber  ein bißchen abwimmelte. Die Zuschauer- Sympathien waren  allerdings eindeutig auf  Seiten des moderaten Matthias Platzecks  und auf der Seite der  in ihrer Klarheit  überzeugenden Journalistin Krone-Schmalz.

Einig waren sich Platzeck und Lambsdorff aber bei der Vorgehensweise weiterer Verhandlungen mit Russland: Die Krim dürfe zunächst kein Thema der Gespräche mehr sein. Erst müsse die Lage in der Ukraine stabilisiert werden. Nur dann sei es möglich, mit der Krim als Beispiel die Russen auf Grundwerte der Europäischen Union festzunageln: “Die Unverletzlichkeit unserer Grenzen ist eines unserer zentralen Prinzipien”, betonte Graf Lambsdorff. “Sobald sich Russland und Putin dazu bekennen, finden wir eine Lösung.”

Platzeck und auch Krone-Schmalz wurden aber nicht müde, Russlands Macht und eigene Sichtweise zu erklären. Eine stabile Architektur Europas “kann nur mit Russland funktionieren” – mit einem stabilen Russland unter Putin. “Ich sehe keine Chance, dass ein Nachfolger Putins demokratischer oder dem Westen freundlicher gesinnt wäre”, ergänzte Platzeck, der Vorsitzender des Deutsch-Russischen Forums ist.   http://www.t-online.de/nachrichten/ausland/internationale-politik/id_71807732/putin-interview-in-der-ard-sanktionen-schaden-der-globalen-wirtschaft-.html