Die Vereinigten Staaten von Amerika liegen im Koma. Russland und seine Verbündeten entwickeln neue diplomatische Schwungkraft. Die neue Dynamik birgt Chancen für die Stärkung nationaler Friedenskräften und internationaler Zusammenarbeit.
Vergegenwärtigen wir uns die Dramatik der Lage. Ein offener “Ausbruch” des 3. Weltkrieges etwa durch Ausweitung der schwärenden Wunde Nahost konnte vorerst durch kluge Diplomatie verhindert werden. Die Politik der Gewalt, der offenen Militärinterventionen, des “kalkulierten Chaos” ist an eine Grenze gestoßen. Das ändert vorerst noch nichts an der leidvollen Lage der betroffenen Völker in der Levante und in Afrika. Dennoch: Das Kräftegleichgewicht in der Welt verschiebt sich derzeit langsam, aber doch merklich zugunsten des Orients und des globalen Südens. Die unheilbringende Dominanz des Westens stößt an Grenzen. Lateinamerika zeigt uns, geschult an der unerträglich gewordenen Repression des Yankee-Imperialismus, den aufrechten Gang. Rafael Correa, der Präsident Ecuadors, bringt heute früh in einem Interview mit Russia TV in Bezug auf die USA zum Ausdruck, was viele denken:

“Sie sind stark, deswegen werden sie weiter lügen, die Souveränität anderer Nationen vergewaltigen und das Völkerrecht brechen. Aber eines Tages wird diese ungerecht verfasste Welt sich ändern müssen.”

Nun dauert allerdings dieser ungerechte Zustand der Welt schon viel zu lange. Schon Jesus Christus, der Begründer einer neuen Zeitrechnung, mahnte in seiner Bergpredigt, dem bekanntesten Bibeltext, Wahrhaftigkeit und Gerechtigkeit als notwendige Voraussetzung für ein besseres Leben an.

Der Gekreuzigte war nicht der erste diesbezügliche Mahner und auch nicht der letzte. Seither gab und gibt es viele, auch durchaus erfolgreiche Versuche, die irdischen Verhältnisse gerechter und friedvoller zu gestalten. Aber der große Wurf des vorigen Jahrhunderts wurde durch die Schliche kapitaler Kreise einerseits und die eingeschläferte Wachsamkeit der Massen anderseits fürs erste nachhaltig zertrümmert.

Es ist natürlich einfacher ein neues Haus zu bauen als ein altes, baufälliges oder gar zertrümmertes zu restaurieren. Dennoch finden sich in den Scherben alter Gemäuer wertvolle, Schätze, die es zu bergen gilt.

Das heutige Russland, das aus den Trümmern der großen und einst bedeutenden Sowjetunion hervorgegangen ist, ist nur noch ein Schatten des einst vorbildlichen Vielvölkerstaates. Dennoch hat dieses Land auf Grund seiner widerspruchsvollen Erfahrung der Welt bereits wieder viel zu geben. Deutlich mehr als das im Niedergang befindliche Kolonialreich der Vereinigten Staaten von Amerika unter Führung eines verführten, korrupten schwarzen Präsidenten. Die nur noch groß scheinende altgewordene “Neue Welt” exportiert nur noch Tod und Verwesung.

Lebensbejahende Kräfte finden sich dagegen da, wo Nationen am Beginn einer neuen Entwicklung stehen, im globalen Süden. Der SÜDWIND bringt heilsame Kräfte mit sich.

Zu Recht verweist der russische Außenminister Lavrov heute früh positiv darauf, dass Russland “viel Aufmerksamkeit auf Zusammenschlüsse wie die ‘Schanghai Kooperation’, die ‘BRICS-Staaten’, das ‘ASEAN-Regionalforum für Sicherheitsfragen’, die ‘CICA-Konferenz für Interaktion und vertrauensbildende Maßnahmen in Asien’, den ‘Dialog betreff Kooperation in Asien’, den Dreier ‘Russland-China-Indien’, den ‘Ost-Asien-Gipfel’, das ‘Asien-Europa-Dialogforum’” verwende. Er betont dabei, dass die Einrichtung produktiver Beziehungen zwischen diesen strukturellen Verbindungen nicht gelöst betrachtet werden könne von der langfristig angelegten Aufgabe, die darin bestehe, ein ausgedehntes System regionaler und internationaler Zusammenarbeit zu schaffen . Itar-Tass

Das Zauberwort heisst also Zusammenarbeit und nicht Gewaltandrohung oder Krieg.
Damit ergeben sich für jene gesellschaftlichen Kräfte, die ernsthaft den Frieden wollen, deren Kriegsgegnerschaft konsequent ist, deren Bezug zum Völkerrecht ehrlich und deren demokratisches Rechtsverständnis auf dem Grundgesetz aufbaut, neue Möglichkeit der nationalen und internationalen Zusammenarbeit.
Alte, medial verordnete und allseits verbreitete Feindbilder bedürfen einer dringenden Revision.

Lernen wir Friedensarbeit und Bündnisarbeit neu denken. Arbeiten wir zuammen auf der Basis friedenspolitischer Ziele

Die Wahrheit befreit.

Betrachtungen von Irene Eckert 7.10. 2013