NATO:Corona

Die Verbreitung des Corona-Virus in Europa hat auch Auswirkungen auf die multinationale Verlegeübung DEFENDER-Europe 20. Nach aktuellen Angaben des USUnited States-Hauptquartiers USAREUR in Wiesbaden soll die Verlegeoperation unterbrochen und der Umfang der an der Übung beteiligten USUnited States-Streitkräfte reduziert werden.

Die USUnited States geführte Übung DEFENDER-Europe 20 wird wegen der Ausbreitung des Corona-Virus eingeschränkt. Aus Fürsorgegründen wird zunächst die Truppenstärke reduziert.

Bundeswehr

 

Geplant war, insgesamt rund 29.000 Soldatinnen und Soldaten der USUnited States-Streitkräfte nach Osteuropa zu verlegen. Das wäre die größte Operation dieser Art der letzten 30 Jahre geworden. Mit ihr soll die schnelle Verlegefähigkeit größerer Truppenteile über den Atlantik und durch Europa geübt werden.

Transitland Deutschland

Auf ihrem Weg an die Außengrenzen der NATONorth Atlantic Treaty Organization sind die USUnited States-Kräfte auf Unterstützung angewiesen. Diesen „Host Nation Support“ leistet im Wesentlichen die Streitkräftebasis. Dies ist weiterhin sichergestellt ist. Die kommenden Maßnahmen orientieren sich an den veränderten Anforderungen, welche die Ausbreitung des Corona-Virus nach sich ziehen. Denn die Verantwortlichen der USUnited States-Streitkräfte und der Streitkräftebasis nehmen die Gefahren rund um die Verbreitung des Corona-Virus in Europa sehr ernst. So beugen die getroffenen Maßnahmen zur Reduzierung der Truppenstärke einer weiteren Verbreitung des Corona-Virus vor. Mit wenigen Ausnahmen sind die Marschbewegungen der ersten Kontingente auf den Verlegerouten in Deutschland bisher abgeschlossen. Die meisten Truppenteile haben ihre Zielstandorte erreicht. Gleichzeitig wird alles unternommen, die Einsatzbereitschaft der eigenen und verbündeten Kräfte weiterhin zu gewährleisten.

Ein Lastwagen verlässt ein Transportschiff

 

Truppen, Material und Fahrzeuge sollen in bedeutendem Umfang verlegt werden. Die Ausbreitung des Corona-Virus erfordert eine neue Planung für die beteiligten Kräfte der USAUnited States of America und der Streitkräftebasis.

Bundeswehr/Alyssa Bier

 

So geht es weiter

Es werden absehbar keine weiteren Schiffe in Belgien und den Niederlanden entladen, noch weitere Soldatinnen und Soldaten auf deutschen Flughäfen eingeflogen. Zum Fortgang deutschen Übungsbeteiligung gibt es derzeit noch keine weiteren Entscheidungen. An der Übung DEFENDER-Europe 20 sind auch Soldaten und Soldatinnen verschiedener Bereiche der Bundeswehr unmittelbar beteiligt. Deren Führung unterstützt die Entscheidung zur Reduzierung des Übungsumfangs aus Fürsorge um die Gesundheit der eigenen Soldatinnen und Soldaten, der beteiligten NATONorth Atlantic Treaty Organization-Bündnispartner sowie der Bürgerinnen und Bürger.

Ein Gabelstapler fährt durch ein Zeltlager

 

Die Versorgung unserer verbündeten Streitkräfte obliegt der Streitkräftebasis. Neben Transport und Logistik kümmert sich Deutschland auch um die Unterbringung.

Bundeswehr/Roland Alpers

 

Gemeinsame Entscheidungen

In enger Abstimmung mit allen an DEFENDER-Europe 20 beteiligten Nationen wird zeitnah über das weitere Vorgehen entschieden. Die Streitkräftebasis ist verantwortlich für sämtliche Unterstützungsleistungen für ausländische Truppen auf deutschem Hoheitsgebiet und wird mit ihren Fähigkeiten die nun erforderlichen Maßnahmen treffen. Dazu gehören logistische Leistungen wie Transport und die Versorgung unserer Verbündeten. Im Fokus steht dabei stets die Gesundheit Bürgerinnen und Bürger.

vonRalf Wilke  E-Mail schreiben

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