Anti_Semitism_Latuff
Das bösartigste aller Schreckgepenste, der Antisemitismus zieht nicht mehr.

Eine Antwort auf die flächendeckende mediale Verunglimpfung von Stimmen gegen den israelischen Völkermord

von Irene Eckert am 28. Juli 2014

Das Stigma „Antisemit“ ist zum Erkennungszeichen für mutige Menschen geworden. Es gilt für all jene, die sich trotz medialer Dauerhetze gegen vermeintliche Verbrechen einer „radikal-islamischen Hamas“ das eigene Denken und das fühlende Herz nicht haben abkaufen lassen. Es gilt für all jene, die noch Worte finden und sich auf die Straße trauen, um gegen das völkermörderische Vorgehen des Staates Israel und seiner Hintermänner Protest einzulegen.

Die stumm gemachte Mehrheit der Völker und Menschen auf allen Kontinenten fühlt in diesen Tagen und in diesen Stunden mit dem seit über 70 Jahren unter israelischer Herrschaft leidenden palästinensischen Volk. Alle Welt schaut mit Entsetzen insbesondere auf GAZA, wo 1,5 Millionen Menschen schon viel zu lange ein einkaserniertes Leben voller Entbehrungen fristen. Wer noch ein Herz hat, fühlt mit den Frauen und Kindern, mit deren Vätern und Brüdern, die hilf-und schutzlos dem israelischen Dauerbombardement ausgesetzt sind. Fassungslos nehmen sie zur Kenntnis, wie Krankenhäuser, Schulen, zivile Infrastruktur zum wiederholten Male vernichtet wird. Die Menschheit begreift nicht mehr, wie die politischen Führer der westlichen Welt Israel mit modernsten Waffen ausstatten, ihnen gar nuklear bestückbare U-Boote liefern, während der Judenstaat auf die Zivilbevölkerung Phosphorbomben und abgereichertes Uran herunterregnen lässt

Die vom Westen heuchlerisch vorgetragene „Verantwortung zum Schutz“ gegen undemokratische Umtriebe, gegen Diktatoren und Barbaren hat ausgedient.

Das jüdische Volk hat den großen Kredit verspielt, der dem Opfer einer ebenso völkermörderischen NAZI-Barbarei lange Zeit zukam. Das ist um so beklagenswerter, als es vor allem veranwortungsbewusste jüdische Menschen aller Nationen sind, die ihre Stimmen laut erheben, um der vollkommen verantwortungslosen und verbrecherisch gewordenen israelischen Politik Einhalt zu gebieten. Das jüdische Volk, die jüdischen Menschen, traditionsbewusst oder a-religiös haben eine solche verachtungsvolle Instrumentalisierung nicht verdient, wie sie ihnen durch die heutige israelische Staatsführung auferlegt wird. Das gegenwärtige Vorgehen Israels, auch wenn es von den Strippenziehern im Westen orchestriert wird, der imperiale Ziele damit verfolgt, wird sich gegen das jüdische Volk richten. Der aufgestaute Unmut gegen eine verlogene und rücksichtslos jedes Völker- und Menschenrecht ignorierende Politik wird wieder Unschuldige treffen. Dem ist vorzubeugen durch klare und differenzierte Stellungnahmen gegen von staatlicher Seite begangene Verbrechen. Die Schuldigen und ihre Hintermänner sind schließlich eindeutig zu benennen und haftbar zu machen für ihre jedem Rechtsbewusstsein und jedem geschriebenen und ungeschriebenen Gesetz Hohn sprechenden Taten. Tragen wir also zur Verwirklichung folgender Losungen das unsrige bei:

Stoppt das Bomardement von GAZA!
Beendet die völkerrechtswidrige Blockade!
Israel muss zur Waffenruhe veranlasst werden und zwar sofort! Dies ist nur möglich durch einen Poltitikwandel in den USA und in allen NATO-Staaten.
Dazu ist noch viel mehr Druck von der Straße erforderlich.
Dieser Druck wird nur entstehen durch eine eindeutige Verurteilung der gegenwärtigen Israelpolitik des Westens.

Der Antisemitismus hat als Keule zur Niederhaltung dieser eindeutigen Positionierung ausgedient. Wir lassen uns nicht mehr einschüchtern durch das Schreckgespenst.