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Frieden muss durchgesetzt werden gegen die real stattfindenden Kriege. Papst Franziskus spricht vor dem Hintergrund, dass täglich 57 000 Menschen verhungern, von einem III. Weltkrieg auf Raten. Kriegsursachen sind die ungerechte Verteilung von Armut und Reichtum, Land und Ressourcen, Macht, Wissen, Bildung, Gesundheit. Insofern wird das Spektrum dessen, was Frieden braucht, breiter und bezieht globale Gerechtigkeit ein, Völkerrecht, Abrüstung und eine Art und Weise der Produktion, Reproduktion und Verteilung, die die natürlichen Lebensgrundlagen schützt und menschliche Würde bewahrt. D.h. aus Interesse an Frieden wird die Friedensbewegung immer politischer und „linker“, weil sie auf die Veränderung der Macht- und Herrschaftsverhältnisse zielt. Doch sie ist keine Bewegung der politischen Linken und darf es nicht werden. Denn Frieden als Grundlage für die Sicherung des Überlebens der Menschheit ist eine Gattungsfrage; sie stellt sich klassenübergreifend. In der Friedensbewegung sind auch Unternehmerinnen und Unternehmer willkommen und eine große Breite politischer Richtungen. Die Fragestellung „Wie links ist die Friedensbewegung“ ist genau die falsche. Gemeinsam ist der Friedensbewegung ihr Friedenswille, Antifaschismus, Antirassismus und Gewaltfreiheit als Weg und Ziel. Das ist genug an Trennschärfe und die Plattform für Mitmachen und Zusammenarbeit. Auf ihr kann eine bunte Front des Volkes wachsen.

Der nachfolgende, umständliche Text  der beiden Linkspolitiker  W. Gehrke und C. Reymann entspricht nicht wirklich den Erfordernissen des Tagen und seine “antistalinistischen Anwürfe” sind wenig hilfreich, dennoch versucht er immerhin zu vermitteln und sei hier daher zur Diskussion gestellt.

http://www.waehlt-gehrcke.de/index.php?option=com_content&view=article&id=1283:wider-denunziatorische-kommunikation-volksfront-statt-querfront&catid=108:hintergrundmaterialien&Itemid=168

Mit Friedensgrüssen
jean-theo